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02.04.2013

03:40 Uhr

Rekapitalisierungsfrist

Griechische Banken dürfen länger Geld auftreiben

In dieser Woche will die Troika erneut überprüfen, ob Griechenland die Auflagen für Hilfsgelder erfüllt - etwa bei der Kapital-Aufstockung der Banken. Doch dafür will der Notenbankchef mehr Zeit einräumen.

Die Piraeus Bank gehört zu den Geldhäusern, denen der Notenbankchef Aufschub gewähren will. Reuters

Die Piraeus Bank gehört zu den Geldhäusern, denen der Notenbankchef Aufschub gewähren will.

AthenGriechenland will seinen Banken mehr Zeit für die Rekapitalisierung einräumen. Die Frist werde um einige Wochen, möglicherweise bis Ende Mai, verlängert, sagte der Chef der griechischen Notenbank, Giorgos Provopoulos, am Montag dem Staatsfernsehen.

Damit kommt Provopoulos einem Wunsch der angeschlagenen Finanzinstitute nach, die Bedingungen für die Aufstockung ihres Kapitals zu lockern. Zuletzt war die Frist für die Operation im Volumen von 27 Milliarden Euro für die National Bank, die Alpha Bank, Piraeus Bank und Eurobank auf Ende April ausgeweitet worden.

Das Schicksal der griechischen Banken ist von großer Bedeutung für die rezessionsgeplagte Wirtschaft, weil sie der Konjunktur per Kreditvergabe auf die Sprünge helfen sollen. Die jüngste Rettungsaktion Zyperns sorgte auch in Griechenland für Verunsicherung. Der Notenbankchef versicherte, die Einlagen in seinem Land seien garantiert. Seit Mitte Juni seien mehr als 19 Milliarden Euro nach Griechenland zurückgeflossen.

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Vertreter der Europäischen Union, Europäischen Zentralbank und des Internationalen Währungsfonds werden in dieser Woche nach Athen zurückkehren und überprüfen, ob das Land seine Auflagen erfüllt. Dabei geht es unterem anderem um den Stellenabbau im öffentlichen Dienst aber auch um die Bankenrekapitalisierung.

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Von

rtr

Kommentare (4)

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Ludwig500

02.04.2013, 08:13 Uhr

Wie lange werden wir das noch lesen müssen? Griechenland braucht mehr Geld, und zwar schnell. Oder Griechenland braucht mehr Zeit, um Bedingungen zu erfüllen. Das alles wird erst aufhören, wenn Griechenland die wirtschaftliche Stärke von Deutschland erreicht hat. Also nie. Bis dahin werden wir immer mehr Steuern zahlen um die Griechen durchzufüttern. Obwohl die mit einer eigenen Währung gut für sich selbst sorgen könnten.

Micha

02.04.2013, 08:32 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

Skyjumper

02.04.2013, 10:01 Uhr

Ich verstehe diesen zeitlichen Mehrbedarf gar nicht. Den griechischen Banken geht es doch hervorragend. Durften wir nicht erst in den vergangenen beiden Wochen darüber lesen, dass die gr. Banken sich die in Griechenland befindlichen Filialen der Bank of Cyprus und der Laiki Bank gekauft haben?

Wer so lustig auf Einkaufstour gehen kann, braucht doch ganz bestimmt nicht mehr Zeit. ;-)

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