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22.08.2015

01:37 Uhr

Reportage über kurdische Kämpferinnen

Türkei wirft BBC Propaganda für PKK vor

Aufgrund einer Reportage über kurdische Kämpferinnen im Nordirak wirft die Türkei dem britischen Medienhaus BBC nun Propaganda für die verbotene Arbeiterpartei PKK vor. Die sei als „unschuldig“ dargestellt worden.

Das Symbolbild zeigt zwei Mitglieder einer PKK-Jugendorganisation. dpa

PKK

Das Symbolbild zeigt zwei Mitglieder einer PKK-Jugendorganisation.

Istanbul Die türkische Regierung hat der britischen BBC wegen einer Reportage über kurdische Kämpferinnen im Nordirak Propaganda für die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) vorgeworfen. „Eine derartige Berichterstattung läuft auf die offene Unterstützung von Terrorismus hinaus“, erklärte das türkische Außenministerium am Freitag. Die BBC habe die PKK als „unschuldig“ dargestellt, obwohl sie von der Türkei, aber auch von der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft werde.

BBC-Reporter hatten Frauen begleitet, die sich in einem PKK-Lager zu Kämpferinnen ausbilden ließen. Sie bereiteten sich dort auf den Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) vor. Die Reportage war am Donnerstag auf der Website der BBC veröffentlicht worden.

Ein BBC-Sprecher sagte der Nachrichtenagentur AFP, bei der Berichterstattung des Senders über die gegenwärtige Krise in der Türkei sei den Angriffen der PKK auf die türkischen Sicherheitskräfte breiter Raum eingeräumt worden. Auch sei klar gemacht worden, dass die PKK von Ankara als Terrororganisation betrachtet werde.

Von

afp

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