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28.08.2012

07:13 Uhr

Republikaner-Parteitag

Projekt „Netter Kerl“

VonNils Rüdel

Hölzern, unnahbar, abgehoben: Mitt Romneys größtes Problem ist er selbst. Der Parteitags-Auftritt ist nun die große Chance, sein Image zu verbessern. Zu beobachten ist die Wandlung vom Roboter Romney zum Menschen Mitt.

Das Gesicht Mitt Romneys ist im Moment in Tampa allgegenwärtig – egal ob bei seinen Anhängern oder wie hier seinen Kritikern. Reuters

Das Gesicht Mitt Romneys ist im Moment in Tampa allgegenwärtig – egal ob bei seinen Anhängern oder wie hier seinen Kritikern.

TampaMitt ist einfach überall. Auf Postern, Autoaufklebern, T-Shirts und Flaggen, aus jeder Ecke in Tampa lächelt Mitt Romney wohlgescheitelt und siegessicher hervor. Möge Wirbelsturm „Isaac“ noch so sehr den Regen durch die Straßen jagen und Delegierten die Frisur ruinieren, sie werden ihm trotzdem zujubeln. Es ist eine Party mit 50.000 Menschen, und alle sind sie angereist nur wegen ihm, Mitt Romney.

Der Star selbst allerdings, der heute auf dem Parteitag der Republikaner zum Herausforderer von US-Präsident Barack Obama ernannt werden soll, hat sich noch nicht blicken lassen. Zusammen mit Ehefrau Ann und seinem wichtigsten Berater hat er sich ein paar Tage Ruhe im fernen New Hampshire genommen. Ruhe zur Vorbereitung auf den Auftritt seines Lebens: Die Rede am Donnerstagabend auf der National Convention, in der er den Amerikanern erklären will, warum sie ihn am 6. November zum Präsidenten wählen sollen.

Es soll eine große Rede werden, Romney feilt angeblich seit Wochen daran herum. Abermillionen Millionen Fernsehzuschauer auf dem Sofa müssen eingetrichtert bekommen, warum Romney ihr Leben verbessern wird, während Obama es ruiniert. Vor allem aber müssen Romneys Worte Sympathie im Wahlvolk wecken. Und das ist der weitaus schwierigere Part.

Das Problem des Multimillionärs ist, dass er noch immer keine Begeisterung für sich geweckt hat. Während er in Wirtschaftsfragen als kompetenter als Obama gilt, finden ihn einer aktuellen Umfrage von ABC News und „Washington Post“ zufolge nur 27 Prozent sympathisch. Der Präsident kommt auf 61 Prozent. Und so ist nicht nur Romneys großer Auftritt am Donnerstag, sondern der ganze Parteitag dafür da, das ein für alle Mal zu ändern. Das Projekt Menschwerdung läuft auf Hochtouren, zu beobachten ist die Wandlung vom Roboter Romney zum Menschen Mitt.

Einen unschätzbaren Anteil daran soll Ann Romney haben mit ihrer mit Spannung erwarteten Rede am Dienstagabend zur besten Sendezeit. Mit was sie aufwarten wird, um ihren Mann menscheln zu lassen, könnte ein Foto zeigen, das ein Fotograf von ihrem Notizblock schoss. Darauf stand ein Vers aus dem 5. Buch Mose: „Darum gebiete ich dir und sage, daß du deine Hand auftust deinem Bruder, der bedrängt und arm ist in deinem Lande.“

Kommentare (10)

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Ben

28.08.2012, 08:30 Uhr

Roney wird sein Möglichstes tun um das Land weiter in den Abgrund zu treiben und die Menschen zu versklaven ...
Obama war/ist nicht gut genug darin, die selbsternannte "Elite" ist unzufrieden mit ihm....
Der Teufel wird gegen den Belzebub getauscht...

Account gelöscht!

28.08.2012, 08:35 Uhr

Tja,nicht von ungefähr hat Arni den netten CYBORG verkörpert und uns schon mal vorbereitet auf die kommenden Roboter.
ROBOTER SIND NETT ZU DENEN,DIE SIE PROGRAMMIERT HABEN!!!
Ist Arni nicht auch Republikaner?

Account gelöscht!

28.08.2012, 08:38 Uhr

Ich finde angesichts der gewaltige Geldmassen und der gewaltigen ahnungslosen Menschenmassen,die mittels dieses Geldes manipuliert werden,hat Obama schon ziemlich viel auf die Reihe bekommen.
Wenn man Obama vorwirft etwas nicht erreicht zu haben und genauer hinguckt,dann liegt die Ursache für sein Scheitern meist im Widerstand der Reps.

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