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13.08.2011

14:49 Uhr

Republikaner

Rick Perry fordert Obama heraus

Rick Perry hat noch nie eine Wahl verloren und will nun auch US-Präsident werden. Er gehört zu den Favoriten unter den Republikanern. Auch Sarah Palin äußerte sich zu einer möglichen Kandidatur.

Rick Perry: Republikaner, Gouverneur von Texas, konservativer Christ und Washington-Kritiker. Quelle: dapd

Rick Perry: Republikaner, Gouverneur von Texas, konservativer Christ und Washington-Kritiker.

Houston/Ames/Des MoinesIm beginnenden Kampf um die US-Präsidentschaft betritt ein neues Schwergewicht den Ring: Der Republikaner Rick Perry, Gouverneur von Texas, konservativer Christ und Washington-Kritiker, bewirbt sich um die Kandidatur seiner Partei. Umfragen und Experten zufolge dürfte er sofort an die Spitze der Bewerber für die Wahl im November 2012 schießen. Mit seiner Ankündigung stahl er am Wochenende seinen Mitbewerbern die Schau, die ohne ihn zu einer informellen Vorwahl in Iowa zusammengekommen waren. Nach wochenlangen Spekulationen hatte Perrys Sprecher die Kandidatur am Donnerstag bekanntgegeben. Der Schritt des 61-jährigen Perry war lange erwartet worden. Umfragen sehen ihn an zweiter Stelle bei den Republikanern hinter Mitt Romney, dem ehemaligen Gouverneur von Massachusetts, der bei der vergangenen Wahl mit seiner Bewerbung scheiterte. Der Politikwissenschaftler Cal Jillson von der Southern Methodist University geht ebenfalls von einem Zweikampf der beiden Männer aus - „Kopf-an-Kopf“. 

Perry hat noch nie eine Wahl verloren. Der direkte Nachfolger des ehemaligen Präsident George W. Bush in Texas ist inzwischen der am längsten dienende Gouverneur des zweitgrößten Bundesstaates, in dem etwa 25 Millionen Menschen leben. Der Rancher mit einem Abschluss in Viehwirtschaft diente fünf Jahre als Pilot bei der Luftwaffe und arbeitete sich dann über einen Sitz im Abgeordnetenhaus von Texas über die Vize-Gouverneursschaft politisch hoch. Unter seiner Regierung hat Texas trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten Stellen geschaffen.

Massengebete für Amerika

Das könnte auch der Schlüssel für Perry sein, um die verschiedenen Strömungen der Republikaner zusammenzubringen. Der frühe Anhänger der erzkonservativen Tea-Party-Bewegung setzt sich für eine Begrenzung der Macht des Bundes ein und machte Kritik an der Politik in Washington zu einem Grundpfeiler seines jüngsten Gouverneurswahlkampfs. Auch sonst kann er bei konservativen Amerikanern punkten. Am 6. August folgten etwa 30.000 Menschen in Houston seinem Ruf zu einem gemeinsamen, öffentlich Gebet für die USA. Seine Frau Antia lernte er in der Grundschule kennen. Sie sind seit 1982 verheiratet und haben zwei Kinder. 

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