Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.01.2017

13:22 Uhr

Resolution gegen Siedlungsbau

Israel kürzt aus Protest Uno-Zahlungen

Eine Uno-Resolution, die den Siedlungsstopp in den besetzten Palästinensergebieten fordert, sorgt weiter für Spannungen zwischen Israel und der Uno. Aus Tel Aviv hieß es, Zahlungen an den Völkerbund würden ausgesetzt.

Die Situation zwischen Israel und der Uno bleibt angespannt. AP

Israels Präsident Netanjahu

Die Situation zwischen Israel und der Uno bleibt angespannt.

Tel AvivIsrael kürzt aus Protest gegen eine Uno-Resolution, die den Siedlungsstopp in den besetzten Palästinensergebieten fordert, seine Zahlungen an die Vereinten Nationen. „Der Staat Israel hat sich dazu entschieden, für 2017 einen signifikanten Teil unserer jährlichen Beiträge in der Höhe von rund sechs Millionen Dollar (5,7 Millionen Euro) auszusetzen“, teilte ein Sprecher des Außenministeriums am Samstag mit. Dies entspreche dem Betrag, den die Uno aus ihrem Budget „anti-israelischen Organisationen“ zuteile, wie dem Bereich für palästinensische Rechte (DPR).

Die Kürzung sei eine Reaktion auf die Uno-Resolution 2334, twitterte der israelische Botschafter bei den Uno, Danny Danon. Aktuell zahlt Israel jährlich rund 38 Millionen Euro an die Uno, wie das israelische Fernsehen unter Berufung auf die israelische Uno-Vertretung berichtet.

Der Uno-Sicherheitsrat hatte am 23. Dezember eine Resolution verabschiedet, die Israel zu einem vollständigen Siedlungsstopp in den besetzten Palästinensergebieten einschließlich Ost-Jerusalems auffordert. Die USA als traditioneller Verbündeter Israels hatten sich bei dem Votum enthalten. Erst dadurch war die Verabschiedung der Resolution mit den Stimmen der anderen 14 Ratsmitglieder möglich geworden.

Gastbeitrag von Abdullah Gül : Neuen Krieg in Nahost verhindern!

Gastbeitrag von Abdullah Gül

Premium Neuen Krieg in Nahost verhindern!

In Nahost wurde eine Büchse der Pandora geöffnet. Damit dauerhaft Frieden herrschen kann in der Region, müssen die Bemühungen wirtschaftlich flankiert sein, fordert Türkeis Ex-Präsident Abdullah Gül. Ein Gastbeitrag.

Israel hatte während des Sechstagekriegs 1967 unter anderem das Westjordanland und den arabischen Ostteil Jerusalems erobert. Die Palästinenser beanspruchen diese Gebiete als Teil eines künftigen eigenen Staates.

Mittlerweile wohnen knapp 600.000 Israelis in 125 Siedlungen im Westjordanland sowie in Ost-Jerusalem. Dazu kommen rund 100 wilde Siedlungen, für deren Legalisierung sich Netanjahus rechts-religiöse Regierung zuletzt stark machte.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×