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14.09.2011

18:30 Uhr

Ressourcenknappheit

EU will Wirtschaft und Umwelt versöhnen

EU-Umweltkommissar Potocnik will eine Roadmap zu Ressourceneffizienz vorlegen. Gezielte Steuerpolitik und Ökobilanzen auf Produkten sollen zum Umweltschutz beitragen - ohne dabei die Industrie zu erschrecken.

Janez Potocnik sieht im Einzelhandel und in der Steuerpolitik Ansatzpunkte für den Umweltschutz. Reuters

Janez Potocnik sieht im Einzelhandel und in der Steuerpolitik Ansatzpunkte für den Umweltschutz.

BrüsselEU-Umweltkommissar Janez Potocnik will Umwelt und Wirtschaft miteinander versöhnen. „Materialkosten steigen kontinuierlich, sie sind inzwischen oft deutlich höher als die Arbeitskosten. Wenn es also Raum zur profitablen Kostensenkung gibt, dann durch einen überlegte Einsatz von Materialien und Ressourcen. Unsere Initiative, ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Umfeld zu schaffen, ist also im Interesse der Unternehmen“, sagte der Slowene dem Handelsblatt. Grünes Wachstum werde Europas Unternehmen weltweit wettbewerbsfähig halten: „Wir müssen Umwelt und Wirtschaft miteinander versöhnen.“

In der kommenden Woche wird die Kommission voraussichtlich ihre Roadmap zum effizienteren Einsatz von Ressourcen vorlegen. Dabei gehe es nicht darum, den Unternehmen neue Restriktionen aufzuerlegen, betonte Potocnik. „Jedes Unternehmen, das langfristig am Markt bestehen will, muss die von uns beschriebene Philosophie inkorporieren. Ich setze auf den progressiven Teil der Industrie. Es geht nicht darum, der Industrie neue Bürden aufzuerlegen.“ Angesichts von Ressourcenknappheit müsse der Industrie aber klar sein, dass Europa seinen Wohlstand heute nicht mit den gleichen Mitteln erwirtschaften könne, wie es das im vergangenen Jahrhundert getan habe.

Ein wichtiges Werkzeug zum Umsteuern könne auch die Steuerpolitik sein, sagte Potocnik: „Freilich sind die Nationalstaaten darin souverän. Wir als Kommission wollen vorschlagen, künftig stärker Materialien zu besteuern, dafür aber den Faktor Arbeit zu verbilligen. Es geht also nicht um eine neue Steuerlast, sondern um eine Verschiebung.“

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

14.09.2011, 19:32 Uhr

Seit 4 Jahrzehnten schreibe ich das:

http://www.bps-niedenstein.de/content/view/191/2/

http://www.bps-niedenstein.de/content/view/195/2/

Pendler

14.09.2011, 21:10 Uhr

dann schafft endlich den Biospit ab, der aus Nahrungsmitteln gemacht wird
stoppt Bio-Gas
und die E-Autos

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