Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

11.05.2011

20:08 Uhr

Rettungsschirm

Finnland will Portugalhilfe mittragen

Finnland signalisiert Unterstützung für das portugiesische Rettungspaket - trotz des Rechtsrutsches bei der jüngsten Parlamentswahl. Brisantes Detail: Ohne die Zustimmung kann der Rettungsschirm nicht aufgespannt werden.

Finanzminister Jyrki Katainen (Bildmitte) kündigte an, seine Konservative Partei werde das Paket für Portugal unterstützen. Damit setzt sich Katainen gegen die Position der Wahren Finnen durch. Quelle: Reuters

Finanzminister Jyrki Katainen (Bildmitte) kündigte an, seine Konservative Partei werde das Paket für Portugal unterstützen. Damit setzt sich Katainen gegen die Position der Wahren Finnen durch.

Helsinki, LissabonFinnland wird das milliardenschwere EU-Rettungspaket für Portugal trotz des Rechtsrutsches bei der Parlamentswahl vor einem Monat unterstützen. Das kündigte Finanzminister Jyrki Katainen, dessen Konservative Partei knapp stärkste Partei wurde, am Mittwoch in Helsinki an. Nach der Zustimmung der oppositionellen Sozialdemokraten und der Zentrumspartei der noch amtierenden Ministerpräsidentin Mari Kiviniemi sei eine parlamentarische Mehrheit vorhanden, sagte Katainen.

Ohne die finnische Zustimmung können die 17 Mitglieder der Eurozone nicht den Rettungsschirm für Portugal aufspannen, der ein 78 Milliarden Euro schweres Hilfspaket umfasst. Die rechtspopulistische Partei der Wahren Finnen, die das Rettungspaket ablehnt, hatte bei der Wahl die größten Zugewinne erzielt und damit die etablierte finnische Parteienlandschaft verändert.

„Dies ist ein aufregender Augenblick für Finnen und andere Europäer“, sagte Katainen. „Ein fester Knoten wurde geöffnet, und wir haben das mit gutem Willen und Kooperation geschafft.“ Die Ratingagentur Standard & Poor's warnte unterdessen vor Risiken bei der Umsetzung des Rettungspakets für Lissabon. Die Sparmaßnahmen, denen die portugiesische Regierung zugestimmt habe, seien glaubwürdig, erklärte die Agentur am Mittwoch. Allerdings zeigte sich Standard & Poor's zugleich unter anderem besorgt wegen des unsicheren Ergebnisses der für Juni geplanten Parlamentswahl.

 

Von

dapd

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×