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23.01.2011

17:08 Uhr

Rettungsschirm

Merkel und Barroso wollen Euro-Streit schlichten

Kanzlerin Merkel und EU-Kommissionschef Barroso sind im Streit um den Euro seit langem auf Konfrontationskurs. Wenn sie sich am Dienstag auf Schloss Meseberg treffen, geht es um die Machtfrage: Wer hat in der EU-Wirtschafts- und Finanzpolitik das Sagen?

EU-Präsident Barroso trifft am Dienstag Kanzlerin Merkel für eine Aussprache. Quelle: dpa

EU-Präsident Barroso trifft am Dienstag Kanzlerin Merkel für eine Aussprache.

HB BERLIN. „Merkel über Barroso verärgert“ - „Barroso wird für die Kanzlerin zum Problem“ - die Schlagzeilen dieser Wochen zeigen, dass zwischen der Berliner Regierungschefin und dem mächtigen EU-Präsidenten einiges gewaltig schief zu laufen scheint.

An diesem Dienstag - in der Abgeschiedenheit des Barockschlösschens im brandenburgischen Meseberg - wollen Angela Merkel und José Manuel Barroso versuchen, wieder halbwegs auf gleiche Tonlage zu kommen.

„Wir sind sehr beunruhigt“, sagt ein Berliner Kabinettsmitglied, wenn die Rede auf die jüngsten Vorstöße aus Brüssel zur Ausweitung des EU-Rettungsschirms kommt. Merkel und Barroso liegen in dieser Kernfrage europäischer Politik ziemlich diametral auseinander.

Die Kanzlerin will angesichts immer neuer Angriffe der Spekulanten auf besonders hoch verschuldete EU-Länder keine neue Unruhe in die Finanzmärkte tragen. Barroso sagt wiederum: „Wir müssen den Märkten jetzt klar machen, dass wir nicht nur Erklärungen abgeben, sondern Entscheidungen treffen.“

Kommentare (5)

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Thomas Melber, Stuttgart

23.01.2011, 18:40 Uhr

Frau Merkels Harmoniebedürfnis und Gefallsucht sind Deutschlands Unglück und Untergang.

Barroso spielt auf Zeit

23.01.2011, 20:07 Uhr

im interview am Freitag, 21. Januar in der STZ hat barroso sich klar geoutet: er will eindeutig keine Haushaltsdisziplin, sondern alles auf die lange bank schieben ! Er spielt also auf Zeit……

Er rät Ländern, ihre sozialen Sicherungssysteme auf die neuen Herausforderungen einzustellen, dazu gehöre teilweise auch ein höheres Renten- Eintrittsalter (!!!). Hört, hört ! Er müsste all dies verbindlich mit Umsetzungsterminen und kurzfristig in den EU-Verträgen vorschreiben mit dem Zwang des Ausschlusses aus der EU, wenn der vorgegebene Termin überschritten wird. Nur so kann z. b. Griechenland und auch sein Portugal diszipliniert werden ! in die EU- Verträge will er dies alles aber nicht verankern, “sie wissen doch, welche Schwierigkeiten schon die letzte Vertragsveränderung gemacht hat !“ So ein Gauner !

Für D gibt es nach diesen klaren Statements nur eine Konsequenz: raus aus dieser Transfer-EU, und zwar schon beim nächsten Meeting in brüssel!

Frau Merkel, handeln sie endlich, ehe es zu spät ist.

Rainer_J

24.01.2011, 00:27 Uhr

barroso sollte deswegen seinen Hut nehmen:

http://www.tagesschau.de/ausland/spirolatsis100.html

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