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28.10.2013

21:46 Uhr

„Revanche für NSA-Spionage“

Hacker attackieren Obamas Webseite und Twitter-Konto

US-Medien wurden bereits attackiert, nun musste der US-Präsident dran glauben: Hacker kaperten Webseite, Twitter-Konto und Facebook-Profil von Obama. Die „Syrian Electronic Army“ sieht den Angriff als Spionage-Revanche.

Web-Angriff auf den US-Präsidenten: Obamas Twitter-Account (hier in einem Archivbild) sowie Webseite und Facebook wurden gehackt. AFP

Web-Angriff auf den US-Präsidenten: Obamas Twitter-Account (hier in einem Archivbild) sowie Webseite und Facebook wurden gehackt.

WashingtonDie offizielle Webseite, das Twitter-Konto und das Facebook-Profil von US-Präsident Barack Obama sind am Montag kurzzeitig von Hackern gekapert worden. Zu der Attacke bekannte sich die „Syrian Electronic Army“ (SEA), die aus Unterstützern des syrischen Machthabers Baschar al-Assad bestehen soll. Die Aktion solle die weltweite Spionage des US-Geheimdienstes NSA vergelten, teilte die Gruppe auf Twitter mit. „Obama hat keine ethischen Bedenken dabei, die Welt auszuspionieren, also haben wir die Aufgabe übernommen, uns bei ihm zu revanchieren.“

Die SEA veränderte die Links auf Obamas Twitter-Seite und leitete Besucher dadurch zu einem Video, das gewalttätige Szenen zeigt. Auch die Links auf Obamas offizieller Facebook-Seite führten kurzzeitig zu dem Video. Ein Mitarbeiter von Obamas Kampagnen-Team sagte der „Huffington Post“, dass die Gruppe nicht das Twitter-Konto geknackt, sondern sich lediglich Zugang zum Link-Verkürzer verschafft habe.

Medienbericht: Obama wusste vom Lauschangriff auf Merkel

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Der US-Präsident soll schon länger über die Geheimoperation gegen die Kanzlerin eingeweiht gewesen sein. Während die NSA dementiert, verlangt ein US-Republikaner nun gar Dankbarkeit von Europa.

Die SEA hatte sich bereits zu Attacken auf Twitter-Profile großer Medienunternehmen bekannt, darunter die „Financial Times“, der britische Sender BBC und die US-Nachrichtenagentur AP. Vor zwei Monaten bekannte sie sich auch zu einem Angriff auf die Seite der „New York Times“, deren Nachrichtenportal für mehrere Stunden nicht erreichbar war.

Von

dpa

Kommentare (1)

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dot

29.10.2013, 14:25 Uhr

Also bei aller Liebe und Gutgläugigkeit meinerseits, glaube nicht an sowas, dass das irgendeine syrische Hackertruppe war. Mit diesem NSA Skandal erscheint eben alles in einem anderen Licht. Auch für mich dummen Normalo.

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