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22.10.2012

20:32 Uhr

Rezession

Athens Schulden und Defizit lagen noch höher

Die griechischen Staatsschulden und das Defizit waren 2011 noch höher als angenommen. Demnach lag das Defizit bei 9,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Das teilte die nationale Statistikbehörde am Montag in Athen mit.

Griechenland steht das sechste Rezessionsjahr in Folge bevor. dpa

Griechenland steht das sechste Rezessionsjahr in Folge bevor.

AthenStaatsschulden und Haushaltsdefizit in Griechenland waren im vergangenen Jahr höher als erwartet. Das Defizit betrug 2011 9,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), wie die nationale Statistikbehörde am Montag in Athen mitteilte. Im April waren die Statistiker noch von 9,1 Prozent ausgegangen. Die Staatsschulden lagen den Angaben zufolge bei 170,6 Prozent des BIP, rund fünf Prozent mehr als zuvor geschätzt.

Griechenland steht 2013 das sechste Rezessionsjahr in Folge bevor. Derzeit verhandelt die Regierung in Athen über ein neues Sparprogramm für die kommenden zwei Jahre, ohne dessen Bewilligung die internationalen Gläubiger dem Land kein neues Geld mehr leihen wollen. Ohne frische Finanzhilfen droht Griechenland am 16. November der Staatsbankrott.

Von

dapd

Kommentare (3)

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Koboldo

22.10.2012, 21:53 Uhr

Man kann es nicht mehr anders nennen, was hier abläuft ist Verar... pur. Wie lange wollen sich die Politiker der Geberländer noch am Nasenring durch die Arena ziehen lassen?
Es muss endlich begriffen werden, dass Griechenland den Euro-Raum verlassen muss. Nur so kann man Strukturreformen erzwingen und aus Griechenland ein Land machen, in dem wieder investiert wird. Alle Sparbemühungen Griechenlands bringen nichts, die Schulden wachsen weiter und die Hilfen versickern in einem Fass ohne Boden. Solange im Bereich Steuern und Eigentümerschutz nichts passiert, werden keine Investitionen getätigt. Es ist erschreckend, welchen Realtitätsverlust die Politikerkaste an den Tag legt bezüglich der Hilfen für Griechenland!

Michael

22.10.2012, 22:24 Uhr

1: Griechenland muß Insolvenz anmelden,
um sich aus der Zinssklaverei zu befreien.
Die Finanzverbrecher haben schon viel zu
viel leistungsloses Vermögen kassiert.
2: Griechenland muß die Drachme einführen.
Die Welt wird nicht untergehen !!!
Auch nicht in Griechenland !
3: Es muß eine funktionierende Finanzverwaltung
aufgebaut werden. Und selbstverständlich müssen die
Milliardäre und Supermultis auch Steuern zahlen,
und zwar jeweils 7-8 stellige Beträge pro Jahr !
4: Griechenland sollte auf keinen Fall seine Erdöl-,
Erdgas- und Goldvorkommen verscherbeln,
sondern unter staatlicher Hand die Eneergiequellen
nutzen und in Griechenland nutzen und innerhalb von
Europa so geht es geht günstig exportieren.
5: Die Ausgaben für Rüstungsimporte müssen mindestens
um 50% reduziert werden.
Wenn die Punkte 1-5 umgesetzt werden, ist Griechenland
in 5 Jahren ganz oben,
und Europa wird davon auch profitieren.

whisky

22.10.2012, 22:31 Uhr

Warum hat Frau Merkel vor der letzten Wahl in Griechenland darauf bestanden, dass die Parteien, die Griechenland durch Vetternwirtschaft und Korruption zur derzeitigen Misere geführt haben, unbedingt weidergewählhlt werden mußten? Diese beiden Parteien, die nach jeder Wahl neue Posten für Parteianhänger geschaffen haben, sollen jetzt für den Abbau dieser Posten sorgen?

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