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14.11.2011

12:40 Uhr

Rezession

Portugals Wirtschaft stagniert noch mehr

Hohe Schulden und harter Sparkurs: Portugal rutscht immer tiefer in die Rezession. Im dritten Quartal sank die Wirtschaftsleistung um 0,4 Prozent zum Vorquartal. Vor allem Konsum und Investitionen entwickelten sich kaum.

Portugal muss rigoros sparen - nun droht dem Land eine längerfristige Rezession. dpa

Portugal muss rigoros sparen - nun droht dem Land eine längerfristige Rezession.

LissabonDer harte Sparkurs der Regierung hat das hoch verschuldete Portugal tiefer in die Rezession gedrückt. Im dritten Quartal sank die Wirtschaftsleistung um 0,4 Prozent zum Vorquartal, wie das nationale Statistikamt am Montag mitteilte. Zum Vorjahr lag das Minus bei 1,7 Prozent, wie die erste Schätzung der Statistiker ergab. Im zweiten Quartal lag das Minus bei revidiert 0,1 Prozent zum ersten Vierteljahr, zum Vorjahr bei einem Prozent.

Vor allem der Konsum und die Investitionen entwickelten sich von Juli bis September schwach. Portugal rutschte bereits zu Jahresbeginn in die Rezession. 2010 war die Wirtschaft noch um 1,4 Prozent gewachsen. Portugal muss die Ausgaben eindämmen, um die Auflagen eines 78 Milliarden Euro schweren Rettungspakets von EU und IWF zu erfüllen.

Die Daten deuten darauf hin, dass sich das Land auf eine tiefe Rezession einstellen muss. Die Regierung rechnet für dieses Jahr mit einer Schrumpfung um 1,9 Prozent und für nächstes Jahr mit einem Minus von 2,8 Prozent.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Smokie2011

14.11.2011, 13:52 Uhr

Die Zeiten des Wachstums auf Pump sind vorbei. Den PIIGS Staaten droht ein Jahrzehnt in der Rezession. Vllt. werden die PIIGS auch nie wieder zurückkommen, wenn man die starke, internationale Konkurrenz aus Asien bedenkt...

Frankie

14.11.2011, 14:57 Uhr

Absolut richtig. Es mag brutal klingen, aber wer braucht heute noch die portugiesische Schuhindustrie??? Nach Inflation (Eurozone ca. 3% aktuell) macht das Land mit -3,5% eine heftige Schrumpfkur mit. Herrn Barroso sei dank...

idee

14.11.2011, 17:20 Uhr

Ist Barroso nicht einer dieser fähigen Führungskräfte der EU - man kann froh sein Europa in so guten Händen zu wissen. Transferzahlungen interessieren nicht - es geht nur um die europäische Idee.

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