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25.08.2013

22:46 Uhr

Richter im Visier

Dutzende Tote bei Bombenanschlägen im Irak

Mehrere Bombenanschläge haben den Irak erschüttert. Insgesamt sind am Sonntag nach offiziellen Angaben mindestens 42 Menschen ums Leben gekommen. Seit Juli wurden mindestens 1000 Menschen im Irak getötet.

Iraker untersuchen nach der Explosion einer Autobombe am Freitag den Tatort. Am Sonntag wurde erneut eine Autobombe gezündet, mindestens elf Menschen starben dabei. dpa

Iraker untersuchen nach der Explosion einer Autobombe am Freitag den Tatort. Am Sonntag wurde erneut eine Autobombe gezündet, mindestens elf Menschen starben dabei.

BagdadBei mehreren Bombenanschlägen im Irak sind am Sonntag nach Angaben aus Polizei- und Krankenhauskreisen mindestens 42 Menschen getötet worden. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Die Kollegen von der AFP sprechen sogar von mindestens 48 Toten. Allein bei einem Autobomben-Anschlag im 65 Kilometer nordöstlich von Bagdad gelegenen Bakuba seien elf Menschen gestorben, hieß es. Erst am Freitag waren im Land mehr als 25 Menschen getötet und 50 weitere verletzt worden.

Die Attacken wurden nach Behördenangaben in Bagdad und sunnitisch geprägten Gebieten nördlich der Hauptstadt verübt. Mehr als hundert Menschen wurden verletzt. In Bagdad starben bei mehreren Bombenanschlägen mindestens 18 Menschen. In der Provinz Salaheddin wurden laut Polizei und Rettungskräften durch eine Autobombe fünf Menschen getötet und 21 weitere verletzt. Zu den Verletzten zählte demnach ein Richter, der offenbar das Ziel des Anschlags war.

In der Unruheprovinz Niniweh eröffneten Bewaffnete das Feuer auf einen Kleinbus mit Soldaten auf dem Weg von Bagdad nach Mossul. Dabei wurden nach Angaben eines Armeevertreters fünf Soldaten getötet. Bei drei weiteren Anschlägen in Niniweh starben ein Soldat und zwei Zivilisten. In Baakuba, der Hauptstadt der Provinz Dijala, wurden bei mehreren Anschlägen mindestens 17 Menschen getötet.

Die Gewalt im Irak hat seit Jahresbeginn wieder zugenommen. Allein im Juli wurden mehr als 1000 Menschen getötet, so viele wie seit Jahren nicht mehr. Grund sind wachsende Spannungen zwischen Schiiten, Sunniten und Kurden. Viele Anschläge werden sunnitischen Aufständischen angelastet. Sie fühlen sich von der schiitischen Mehrheit unterdrückt, die nach dem Sturz des Diktators Saddam Hussein im Jahr 2003 an der Macht ist. Saddam war Sunnit.

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