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03.01.2016

15:45 Uhr

Rohstoffexport

Russlands Ölproduktion auf Höchststand seit Ende der Sowjetunion

Der weltweite Ölpreis fällt und fällt. Trotzdem hat Russland 2015 soviel von dem Rohstoff produziert wie seit etwa 25 Jahren nicht mehr. Moskau braucht die Einnahmen aus dem Ölexport dringend.

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MoskauRussland hat seine Ölförderung 2015 auf mehr als 534 Millionen Tonnen und damit auf den höchsten Stand seit dem Zerfall der Sowjetunion 1991 gesteigert. Trotz des Preisverfalls habe die Rohstoffmacht täglich im Durchschnitt 10,73 Millionen Barrel (je 159 Liter) produziert - im Vergleich zu 10,58 Millionen in 2014, teilte das Energieministerium in Moskau der Agentur Interfax zufolge am Wochenende mit.

Mehr als ein Drittel des Jahreswertes - rund 189 Millionen Tonnen - förderte der Staatskonzern Rosneft. Der Zweitplatzierte Lukoil kam auf etwa 86 Millionen Tonnen. Russland gehört mit den USA und Saudi-Arabien zu den weltgrößten Ölproduzenten. 2014 hatte Russland 527 Millionen Tonnen gefördert - rund 1,4 Prozent weniger als 2015.

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Dem Staat gehören mehr als 50 Prozent der russischen Ölindustrie, Rohstoffexporte sind eine entscheidende Einnahmequelle. Im vergangenen Jahr stieg der Export von Erdöl den russischen Behörden zufolge um 10,6 Prozent. Der massive Preisverfall reißt aber tiefe Löcher in den Staatshaushalt und verschärft die Wirtschaftskrise im größten Land der Erde. Experten in Moskau rechnen für 2016 trotzdem mit einem weiteren Anstieg der Produktion. Dies dürfte den Druck auf den Preis erhöhen. Russland ist nicht Mitglied des Ölkartells Opec.

Russlands Gasproduktion sank im vergangenen Jahr um ein Prozent auf 635,349 Milliarden Kubikmeter. Den Löwenanteil mit 469,129 Milliarden Kubikmetern förderte dabei den Behörden zufolge der Staatskonzern Gazprom.

Seit 1998 ist Russlands Ölproduktion stetig gestiegen - bis auf einen leichten Rückgang im Krisenjahr 2008. Als „inoffizielles“ Rekordjahr gilt Moskauer Medien zufolge 1988: Seinerzeit habe die damalige Sowjetrepublik Russland 552 Millionen Tonnen Öl gefördert, heißt es.

Von

dpa

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