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06.06.2016

07:35 Uhr

Rom

Protestpartei liegt bei Bürgermeisterwahl vorn

Die Bürgermeisterwahl in Rom entscheidet sich offenbar in einer zweiten Runde. Bei der Abstimmung in Italiens Hauptstadt lag die Kandidatin der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung, Virginia Raggi, am Sonntag vorn.

Virginia Raggi, Kandidatin von Beppo Grillos populistischer Fünf-Sterne-Bewegung. AFP; Files; Francois Guillot

Ist sie die nächste Bürgermeisterin von Rom?

Virginia Raggi, Kandidatin von Beppo Grillos populistischer Fünf-Sterne-Bewegung.

RomBei der Bürgermeisterwahl in Rom deutet sich ein Durchbruch für die Protestpartei Fünf Sterne an. Hochrechungen des Instituts Piepoli aus der Nacht zum Montag zufolge liegt deren Kandidatin Virginia Raggi mit 36,7 Prozent der Stimmen an erster Stelle. Dahinter kommt Roberto Giachetti, Kandidat der Demokratischen Partei (PD) von Ministerpräsident Matteo Renzi, mit 23,1 Prozent.

Sollte kein Bewerber auf mehr als 50 Prozent kommen, findet eine Stichwahl zwischen den ersten beiden Kandidaten am 19. Juni statt. Zur Wahl standen am Sonntag in Italien die Bürgermeister von etwa 1300 Städten.
Fünf Sterne wurde 2009 vom Komiker Beppe Grillo gegründet. Die Bewegung prangert Korruption auf beiden Seiten des politischen Spektrums an und erfährt in Italien Zulauf von links und rechts.

Sollte die 37-jährige Anwältin Raggi tatsächlich die Wahl gewinnen, wäre sie nicht nur die erste Frau in dem Amt in Rom. Die Partei hofft, dass eine erfolgreiche Arbeit in der Hauptstadt Zweifel an der Regierungstauglichkeit von Fünf Sterne beiseite räumen würde. Damit könnte ein Sieg in Rom zum Sprungbrett für die italienischen Parlamentswahlen werden, die für das kommende Jahr erwartet werden.

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In Italien werden am Sonntag in 1300 Gemeinden neue Bürgermeister gewählt – auch in Rom, Mailand, Neapel und Turin. Es sind nur Kommunalwahlen, aber für den Premier ein wichtiger Test. Vor allem in Rom droht ein Fiasko.

Neue Bürgermeister wurden zudem in Neapel, Turin und Bologna gewählt. Rund ein Viertel der Wähler des Landes ist zu den Abstimmungen aufgerufen, die als Test für Ministerpräsident Matteo Renzi und seine regierende Partito Democratico angesehen werden.
In Rom hat ein Bestechungsskandal und die immer schlechter werdenden Leistungen der öffentlichen Versorgungsbetriebe unter den Wählern für Wut auf die traditionellen Parteien gesorgt. Dafür bekommt die europakritische Fünf-Sterne-Bewegung des ehemaligen Komikers Beppo Grillo immer größere Unterstützung.

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