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01.02.2012

05:23 Uhr

Romney gewinnt in Florida

Sieger einer Schlammschlacht

VonNils Rüdel

Nach einem harten Kampf hat Mitt Romney die Vorwahl der US-Republikaner in Florida klar gewonnen – und seinen Rivalen Newt Gingrich gedemütigt. Während der Sieger am Abend Harmonie forderte, trat der Verlierer nach.

Romney gewinnt Vorwahl in Florida

Video: Romney gewinnt Vorwahl in Florida

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WashingtonEr hat es ihm gezeigt, aber so richtig. Mitt Romney scheint vor Stolz zu platzen, als er am Dienstagabend in Tampa, Florida, vor seinen jubelnden Fans auf die Bühne tritt. Ein „großer Sieg“, sei das heute gewesen, ein entscheidender, ruft der Präsidentschaftskandidat der Republikaner in den Saal. „Ich stehe bereit, die Partei und unsere Nation zu führen“. Seinen ärgsten Rivalen Newt Gingrich bedenkt er mit ein paar Anerkennungs-Formeln, ansonsten heißt es: Ich bin hier der Mann.

Kurz zuvor hatten die Fernsehsender Romney zum klaren Sieger der Vorwahl in Florida erklärt. Der Multimillionär und Ex-Gouverneur von Massachusetts holte nach Auszählung der meisten Wahlbezirke 46 Prozent der Stimmen republikanischer Parteimitglieder – und deklassierte damit Gingrich, der nur auf 32 Prozent kam. Weit abgeschlagen endeten Rick Santorum (13 Prozent) und Ron Paul (7).

Für Romney ist der Triumph im „Sunshine State“ nicht nur ein Etappensieg auf dem Weg durch die insgesamt 50 Vorwahlen seiner Partei in allen Bundesstaaten. Die Niederlage, die ihm Gingrich vor einer Woche in South Carolina beigebracht hatte, ist erst einmal vergessen.

Und der Rivale, der wegen seiner Unberechenbarkeit und Aggressivität selbst beim Partei-Establishment unbeliebte Ex-Sprecher des Repräsentantenhauses, ist auf Normalgröße geschrumpft. Nun ist Romney wieder klarer Favorit unter den vier verbliebenen Kandidaten, so wie er es seit Beginn des Rennens war.

Bei den Vorwahlen geht es darum, so viele Delegiertenstimmen wie möglich zu sammeln für den großen Parteitag der Republikaner im August. Dort wählt die Partei dann gemäß der Ergebnisse in den Bundesstaaten den Kandidaten, der gegen US-Präsident Barack Obama antreten soll.

Insgesamt 1444 Stimmen sind nötig, um auf der „National Convention“ gewählt zu werden, und Romney führt nach Florida, das 50 Stimmen brachte, nun klar mit 84 vor Gingrich mit 27. Paul und Santorum haben nur 10 beziehungsweise 8 Stimmen auf dem Konto und gelten als weithin chancenlos. Doch da sie am Dienstag ankündigten weiterzumachen, wird es möglicherweise erst am „Super Tuesday“ am 6. März eine Entscheidung geben, wenn zehn Bundesstaaten auf einmal wählen.

Kommentare (7)

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Norbert

01.02.2012, 08:13 Uhr

Die nächste verlogene Kakerlake steht schon in den Startlöchern. Wir danken Golmann Sachs für die Wahlkampffinanzierung.....

Account gelöscht!

01.02.2012, 09:02 Uhr

Fast der gesamte Planet kann einem doch nur noch Leid tun wenn man sich die irren und kranken Krücken ansieht die dort regieren. Die Amis ganz besonders... noch vor uns...

Account gelöscht!

01.02.2012, 09:37 Uhr

Ja, volle Zustimmung und außerdem: Schon ekelhaft, wie eine "führende" Nation ihr Staatsoberhaupt/die Kandiaten dafür bestimmt. Menschen mit solchen "Eigenschaften" sind in der Regel nicht in der Lage, die Geschicke ihres Landes im Sinne der Menschen in ihrem Lande, des Friedens und der Gerechtigkeit zu gestalten - das ist ja auch gar nicht beabsichtigt! Die Geschichte ist ausreichender Beleg dafür. Hüten wir uns also von allem, was aus den USA zu uns kommt und prüfen wir es kritisch. Ich bin inzwischen ein Befürworter des Anti-Amerikanismus, nicht in Bezug auf das Volk der USA, aber auf jeden Fall gegen die Politik der dort herrschenden Parteienoligarchie.

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