Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.01.2012

12:06 Uhr

Ron Paul

Das Dilemma der Republikaner

US-Republikaner fragen sich: Was sollen sie nur mit Ron Paul tun, dem Kongressabgeordneten, der die US-Notenbank abschaffen, die Auslands-Militärpräsenz beenden will und in den ersten Vorwahlen so gut abgeschnitten hat?

Der republikanische Kandidat Ron Paul. dapd

Der republikanische Kandidat Ron Paul.

Charles ColumbiaZwar rechnet niemand ernsthaft damit, dass der 76-Jährige das Nominierungsrennen gewinnt. Die Angst ist aber groß, dass er sich als Unabhängiger zur Wahl stellen und dann dem offiziellen Republikaner-Kandidaten die entscheidenden Stimmen gegen Amtsinhaber Barack Obama abjagen könnte.

Paul gehört zu den „Libertarians“, denen alles Staatliche suspekt ist, die die Rolle des Staates so klein wie möglich halten und die Individualrechte des Einzelnen stärken wollen. In der Vergangenheit hat er mit seiner Anti-Establishment-Haltung nur mäßigen Erfolg gehabt - doch jetzt ist das anders. Bei der Vorwahl in New Hampshire entschied sich rund ein Viertel der Wähler für ihn, bei der Urwahl in Iowa waren es immerhin 21 Prozent. „Bei dieser Wahl kann man es sich nicht leisten, irgendeine Stimme zu verlieren“, sagt der frühere Sprecher von Präsident George W. Bush, Tony Fratto. Wer immer am Ende nominiert werde, dürfe der überwiegend jungen Anhängerschaft Pauls „nicht herablassend begegnen, sondern mit Respekt und müsse ihre Energie und ihren Enthusiasmus anerkennen“.

Denn sollte sich Paul zu einem späteren Zeitpunkt aus dem Bewerberrennen ziehen, ist es alles andere als sicher, dass seine Wählerschaft so ohne weiteres einem anderen republikanischen Kandidaten ihre Stimme gibt. Und Paul weiß darum, sagt Ed Rollins, der 2008 für Mike Huckabees Kandidaturbewerbung verantwortlich war und im vergangenen Jahr zeitweise Michele Bachmann beriet. „Sollte er aus irgendeinem Grund nicht gut behandelt werden und als Kandidat einer dritten Partei antreten, würde das für Chaos sorgen“, sagt Rollins.

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Hermann

17.01.2012, 12:38 Uhr

Ron Paul ist vor allem ein integrer Politiker, die die amerikanische Verfassung wirklich Ernst nimmt. Es sind doch wohl eher die Ideen und Konzepte der Gründerväter der USA mit ihrer Betonung von Freiheit und Eigenverantwortung, die die jugendliche Anhängerschaft Pauls elektrisieren.
Ein Schlachtruf der Paul-Anhänger lautet: "Ron Paul Revolution - Give us back our Constitution!"
Wer sich Dr.Pauls Warnungen von vor 15 Jahren (jeder möge sich z.B. auf ronpaul.com selbst informieren) ansieht, muss zudem anerkennen, dass er schlicht Recht hatte.
Auch ist es in der Tat so, dass sich die USA ihren riesigen Militärapparat schlicht nicht mehr leisten können.
Ron Paul wäre auch für Europa ein Segen, denn Europa braucht ein starkes und gesundes Amerika.

Account gelöscht!

17.01.2012, 13:27 Uhr

„Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“ Mahatma Gandhi

Ron Paul ist mittlerweile bei Stufe 3 angekommen...

Carlos

17.01.2012, 14:23 Uhr

alles was aus dem ruder gelaufen ist in us und eu hat eine ursache : ein die bevölkerung terrorisierender und ausplündernde staat , beherrscht von einer kleinen,üblen schmarotzerkaste.
die lösung ist einfach : machttransfer vom staat weg hin zu den bürgern ,die schmarotzerkasten zum urlaub nach sibirien schicken sowie maximale reduzierung der staatsfunktionen.
ein reset in eu , us ist unverzichtbar.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×