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02.08.2012

06:10 Uhr

Ron Paul im Interview

Bernanke-Gegner fordert mehr Transparenz von Notenbanken

VonRolf Benders

ExklusivDer US-Abgeordnete und Intimfeind von US-Notenbankchef Ben Bernanke verlangt mehr Transparenz von allen Notenbanken. Ron Paul forderte im Interview mit dem Handelsblatt, er wolle wissen, „was die Notenbanken tun“.

Ein harter Widersacher: der US-Abgeordnete Ron Paul. Reuters

Ein harter Widersacher: der US-Abgeordnete Ron Paul.

New York„Es ist klar, dass die Notenbanken zusammenarbeiten. Und wir wollen wissen, was die Notenbanken tun“, sagte der Autor eines Gesetzes zur Durchleuchtung der Fed im Interview mit dem Handelsblatt.

Ron Paul, der seit Jahrzehnten für eine Abschaffung der Fed kämpft, hat in der vergangenen Woche sein Gesetz mit großer Mehrheit durch das Repräsentantenhaus gebracht. Durch ein Audit der Fed verspricht er sich zu erfahren, wer von den Billionenschweren Krisenprogrammen der Fed profitiert hat.

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Seine Ansicht nach hält die Fed wichtige Details vor der Öffentlichkeit verborgen. „Sie verschweigt uns, wer von den ganzen Maßnahmen profitiert. Sie verschweigt, welche Banken auf der Gewinnerseite stehen und welche Länder davon profitieren. Und sie sagen uns nicht, ob es dafür eine Gegenleistung gibt“, sagte er. Die Fed hatte in der Krise nicht nur Banken in den USA unter die Arme gegriffen, sondern auch mit Kreditlinien anderen Notenbanken in der Welt Dollarbestände zur Verfügung gestellt.

Der 76-Jährige Ron Paul ist eines der Aushängeschilder der amerikanischen Tea Party-Bewegung. Bei seinem – letztlich gescheiterten – Versuch, die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner zu erringen, hat er Millionen vor allem junger Amerikaner hinter sich gebracht. Auch in Europa hat einer wachsende Zahl von Anhängern, die wie er eine Rückkehr des Währungssystems zur Golddeckung befürworten.

Kommentare (4)

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Pirat_Parzival

02.08.2012, 13:45 Uhr

Transparenz ist eine der Grundlagen für eine wirklich freie Wirtschaft! Die FED gibt viel Macht in Händen von einigen wenigen Menschen, die gerne im Dunkeln bleiben. Geld verschwindet in der Regel nicht, wo ein Schuldner ist auch ein Gläubiger. Deshalb ist die Frage, wer die geheimnisvollen Eigentümer der FED und deren Groß-Profiteure sind, eine wichtige Frage, oder? Jedes gute mittelständische Unternehmen ist direkt oder indirekt von der FED abhängig, weil sie die Zinsen bestimmen (und über ihre Partnerbanken? vielleicht auch wie den Libor manipulieren. Natürlich kann sich fast jeder denken, wer die Dunkelnmänner u. -frauen sind. Da alle Menschen gleich sind, sollte es auch keine Rolle spielen welcher Religion, Nationalität oder oder sie angehören. Alle Menschen dieser Welt egal welchen Glaubens und welcher Herkunft sind gleich und gleich betroffen. Auch die Mehrzahl der Christen, Juden, Hindus, Moslems... u. Atheisten! Hinter seinem Glauben kann sich keiner verstecken oder? Er spielt in dieser Frage gar keine Rolle. Religion ist in aller meisten Fällen allenfalls ein Vorwand aber nie ein Grund für Geldgeschäfte. Geld frisst Moral und Religion!

In diesem Sinne danke an Ron Paul und viel Erfolg dabei, die Dunkelmenschen der FED ans Licht zu holen!

Pirat Parzival

DerKapitalist

02.08.2012, 14:54 Uhr

Noch hat er die Präsidentschaftskandidatur nicht verloren... Die National Convention in Tampa ist erst mitte/ende August! Und dort kann jeder Delegierte stimmen wie er will, auch beim ersten Durchgang. Was zwar unwahrscheinlich ist kann auch unerwartet enden: Viele Mitt Romney Delegierte haben schon ihre Unterstützung für Paul bekanntgegeben.

Gary.von.der.PDV

02.08.2012, 20:54 Uhr

Dr. Ron Paul fordert die Aufgabe des Geldmonopols des Staats, d.h. den freien Wettbewerb von Währungen. Somit würde sich die stabilste Währung langfristig durchsetzen. "Audit the Fed" ist nur ein Zwischenschritt.

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