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25.09.2011

16:54 Uhr

Rückkehr nach Ramallah

Palästinenser feiern Abbas als Helden

Die Rückkehr ins Westjordanland wurde für Mahmud Abbas zum Triumphzug. Tausende Palästinenser bejubelten den Präsidenten, der in New York die UN-Mitgliedschaft beantragt hatte. Israel reagiert skeptisch.

Gefeierter Held: Tausende bejubelten Palästinenserpräsident Abbas bei seiner Rückkehr ins Westjordanland. AFP

Gefeierter Held: Tausende bejubelten Palästinenserpräsident Abbas bei seiner Rückkehr ins Westjordanland.

RamallahTausende jubelnder Palästinenser haben Präsident Mahmud Abbas am Sonntag bei seiner Rückkehr aus den USA in Ramallah wie einen Helden gefeiert. Viele schwenkten Palästinenserflaggen und hielten große Bilder von Abbas in die Höhe, wie Augenzeugen berichteten.

In einer kurzen Ansprache bekräftigte der Palästinenserpräsident seine Forderung nach einem vollständigen israelischen Siedlungsstopp als Bedingung für neue Friedensverhandlungen. „Wir wollen unsere Rechte mit friedlichen Mitteln erzielen, durch Verhandlungen, aber nicht irgendwelche Verhandlungen“, sagte Abbas. Er fordert auch eine Anerkennung der Grenzen von 1967 als Basis für einen künftigen Palästinenserstaat.

Von einem Balkon aus sprach Abbas zu Tausenden von Palästinensern. „Ich bin zu den Vereinten Nationen gegangen und habe eure Hoffnungen, Träume, Wünsche, euer Leid, eure Zukunftsvisionen und euer dringendes Bedürfnis nach einem unabhängigen Palästinenserstaat mit mir getragen“, rief Abbas. „Wir haben der Welt erzählt, dass es nicht nur einen arabischen, sondern einen palästinensischen Frühling gibt.“

Abbas sagte, der „internationale diplomatische Kampf“ habe mit seinem UN-Vorstoß begonnen. Man dürfe jedoch nicht vergessen, dass es jene gebe, „die uns Hindernisse in den Weg legen wollen“. Er rief die Palästinenser zu einem neuen Nationalstolz auf. „Geht erhobenen Hauptes, denn ihr seid Palästinenser“, sagte Abbas.

Am Freitag hatte der Präsident in New York gegen den großen Widerstand Israels und der USA einen Antrag auf Anerkennung Palästinas als Vollmitglied der Vereinten Nationen eingereicht. Dieser Vorstoß wurde von der großen Mehrheit der Palästinenser im Westjordanland mitgetragen.

Benjamin Netanjahu bekräftigte nach dem Abbas-Auftritt in Ramallah umgehend die israelische Haltung, wonach „ohne Vorbedingungen“ verhandelt werden müsse. „Wer wirklich Frieden will, muss alle Vorbedingungen beiseite legen“ sagte er dem US-Fernsehsender NBC.

Damit steht der Zeitplan des Nahost-Quartetts aus Vereinten Nationen, Europäischer Union, USA und Russland für neue Friedensgespräche bereits vor seinem Start wieder in Frage. Ziel sollte sein, bis zum Ende des kommenden Jahres ein Friedensabkommen zu schließen. Nach dem Willen des Quartetts solle binnen eines Monats ein Vorbereitungstreffen stattfinden, bei dem eine Agenda und das Vorgehen der Verhandlungen festgelegt werden. Drei Monate später sollen beide Seiten dann „umfassende Vorschläge“ zu Fragen der Grenze und der Sicherheit vorlegen. In den darauffolgenden sechs Monaten will das Nahost-Quartett „beachtliche Fortschritte“ sehen. Zu „gegebener Zeit“ soll anschließend eine internationale Konferenz in Moskau stattfinden, wie es in der Erklärung des Nahost-Quartetts hieß. Das Quartett appellierte an beide Seiten, von „provokativen Aktionen“ abzusehen, stellte aber darüber hinaus keine konkrete Forderungen.

US-Außenminister Hillary Clinton drängte Israel und die Palästinenser, auf den Vorschlag des Quartetts einzugehen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) begrüßte die Erklärung als einen „wichtigen Grundstein für neue Verhandlungen“. Der Sondergesandte des Nahost-Quartetts, Tony Blair, bezeichnete die kommenden Wochen und Monate als Test für die „Ernsthaftigkeit“ der Bemühungen von Israelis und Palästinensern. Der „sehr präzise“ Zeitplan werde zeigen, ob es den Konfliktparteien ernst sei, sagte Blair der Nachrichtenagentur AFP

Kommentare (2)

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25.09.2011, 15:21 Uhr

Sowas wird gefeiert ?

Hass- und Gewaltrede vor der UN-Vollversammlung: Holocaust-Leugner Abbas will `judenreines Groß-Palästina
UN-Vollversammlung: Abbas hält harte, hasserfüllte Rede / Antrag hat nicht genug Ja-Stimmen im Sicherheitsrat / Abbas schiebt alle Schuld auf Israel

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat am Freitag UN-Generalsekretär Ban Ki Moon einen Antrag auf Vollmitgliedschaft bei den Vereinten Nationen eingereicht. Danach hielt er eine harte, hasserfüllte Rede vor der Generalversammlung.

Abbas beschuldigte Israel für das Scheitern des Friedensprozesses.

Abbas sagte, er würde nicht an den Verhandlungstisch mit Israel zurückzukehren, es sei denn Israel friere alle Bautätigkeiten im Westjordanland und in Ost-Jerusalem ein. Israel ist bereit, die Verhandlungen unverzüglich wiederaufzunehmen - aber ohne Vorbedingungen.

Abbas erhebt Anspruch auf Klagemauer

Abbas schockierte Beobachter mit der Härte seiner Rede. Zum zukünftigen Staat Palästina müsse ganz Ost-Jerusalem, einschließlich des jüdischen Altstadtviertels und der Klagemauer, - die heiligste Stätte des Judentums, - gehören. Und er forderte eine Rückkehr zu den Linien von 1967 – von denen Sicherheitsexperten sagen, dass sie nicht zu verteidigen sind.

Abbas sagte auch, dass er aus dem Heiligen Land komme, einem Ort, der Muslimen und Christen heilig sei - die jüdische Verbundenheit zum Land der Bibel erwähnte er nicht.

In seiner 40-minütigen Rede sagte Abbas auch, dass Israel nicht als jüdischen Staat anerkennen werde................

http://www.haolam.de/?site=dertag&id=6539

Island

25.09.2011, 17:10 Uhr

Es sind Araber und keine Palästinenser, dieser Begriff wird durch aus Propagandistischen Gründen verwendet. Ich denke die Juden haben ein gutes Recht auf ihre Heimat. Die meisten Juden wurden aus Judäa von den Römern vertrieben. Wir kennen doch selber aus unser eigenen Geschichte die Vertreibung als Deutsche aus Deutschland vertrieben worden (14 Millionen Deutsche).

Durch diese Erfahrung kann unsere Außenpolitik nur heißen „Vertreibung“ ist kein legitimes Mittel und wird nicht toleriert.

Jetzt leben aber im „JÜDISCHEN GEBIET“ viele Araber. Wir erleben zwar eine Koexistenz außerhalb des Westjordanlandes und des Gazastreifens zwischen Arabern und Juden dies darf aber nicht darüber hinwegtäuschen das es ein großer Fehler wäre wenn weiter die Araber im „Jüdischen Gebiet“ verbleiben. Denn solange wird der Jüdische Staat keine Innere Stabilität und NORMAITÄT erfahren weil es außer den Feinden an den Grenzen auch den Feind in Inneren beherbergt.

Wir kennen doch die Wagenburgmentalität der Jüdischen Politik und ihre Empfindlichkeiten. Damit dieser Staat zur Ruhe kommt ist es notwendig die Umsiedlung der Araber nach Jordanien in die Wege zu leiten.

Die Demografischen Indikatoren sind derzeit gegen das Jüdische Volk, diese Volk ist sehr jung aber die Araber haben eine höhere Fortpflanzungsrate als die Juden und wenn die Entwicklung sich fortsetzt wird es in 15-20 Jahren es keinen JÜDISCHEN Staat mehr geben weil die Juden dann zu Minderheit im eigenen Land werden.

Der Libanon war früher CHRISTLICH (55 Prozent waren Christen) heute ist der Libanon kein christliches Land mehr. Die Minderheit sind dort heute Christen und werden verfolgt.

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