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09.01.2007

10:58 Uhr

Rückzug aus der Politik

Österreichischer Finanzminister Grasser privatisiert

Der österreichische Finanzminister Karl-Heinz Grasser hat überraschend seinen Rückzug aus der Politik bekanntgegeben. Der smarte Kassenwart will erst einmal eine Auszeit nehmen und sich seiner Frau, den Kindern und den Hunden widmen.

Der österreichische Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser. Foto: dpa dpa

Der österreichische Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser. Foto: dpa

HB WIEN. Der 38 Jahre alte Grasser war nicht nur erneut als Finanzminister der geplanten großen Koalition, sondern sogar als Vizekanzler für die konservative Volkspartei im Gespräch. Er habe sich entschieden, seine Arbeit in der Politik zu beenden und in die Privatwirtschaft zurückzukehren, sagte der Minister vor dem Vorstandstreffen der konservativen Volkspartei (ÖVP) am Dienstagmorgen in Wien. „Sieben Jahre sind genug“, betonte der Politiker, der mit der Tiroler Kristall-Erbin Fiona Swarovski verheiratet ist.

Grasser, der ursprünglich Mitglied der rechtsgerichteten Freiheitlichen Partei war, gehörte der noch amtierenden Regierung Wolfgang Schüssel seit dem Jahr 2000 als parteiloser Minister an. Wegen seiner oft provozierenden politischen Äußerungen galt er bei den Sozialdemokraten als „Rotes Tuch“. Noch am Dienstagmorgen hatten die österreichischen Medien berichtet, Grasser werde voraussichtlich erneut Finanzminister unter dem sozialdemokratischen Kanzler Alfred Gusenbauer.

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