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07.11.2012

12:42 Uhr

Rüstungsgeschäft

Panzerdeal mit Indonesien vorerst verschoben

100 Leopard-Kampfpanzer und 50 Marder-Schützenpanzer stehen auf der Einkaufsliste von Indonesien. Angeblich ist der Rüstungsdeal fast perfekt. Dennoch schweigt Panzerproduzent Rheinmetall zu dem Geschäft.

Indonesische Offizielle posieren auf einer Rüstungsmesse in Indonesien vor einem Leopard-Panzer. dpa

Indonesische Offizielle posieren auf einer Rüstungsmesse in Indonesien vor einem Leopard-Panzer.

JakartaDas umstrittene deutsche Panzergeschäft mit Indonesien ist weiterhin offen. Die geplante Unterzeichnung einer Absichtserklärung mit dem Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall wurde am Mittwoch in Jakarta verschoben, sagte der Chefunterhändler im Verteidigungsministerium, Generalmajor Ediwan Prabowo, der Nachrichtenagentur dpa. „Das Geschäft ist aber zu 90 Prozent unter Dach und Fach.“

„Wir planen nun, an diesem Samstag zu unterzeichnen. Es gibt noch ein paar offene Punkte, etwa die genaue Ausstattung und die Anzahl“, sagte Prabowo. Indonesien hat den Kauf von 100 Leopard-Kampfpanzern und 50 kleineren Marder-Schützenpanzern angekündigt. Es gebe keine politischen Probleme, sagte Prabowo. „Die deutsche Regierung unterstützt das Geschäft voll und ganz.“ Rheinmetall wollte sich bislang nicht zu dem Geschäft äußern. Ein Leopard-Panzer „MBT Revolution“ war am Mittwoch auf der „Info Defence-Messe“ in Jakarta zu sehen. Es handelt sich um den Mitte der 80er Jahre entwickelten Typ 2A4, den Rheinmetall modernisiert hat.

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Grüne, Linke und Menschenrechtler in Deutschland fürchten, dass die Panzer im Konflikt mit ethnischen Minderheiten eingesetzt werden könnten. Für einen Export von Kriegswaffen in ein Land außerhalb der Nato ist die Genehmigung der Bundesregierung notwendig, die in der Regel durch den geheim tagenden Bundessicherheitsrat erfolgt. Nach Informationen aus Berlin hat das Gremium noch nicht zugestimmt.

„Rheinmetall ist sehr kooperativ“, sagte Prabowo. Die offenen Punkte seien technischer Natur. „Es geht etwa um die Definition von Aufarbeitung. Bei uns bedeutet das neue Motoren, in Deutschland nicht. Andere Punkte sind die Garantie, die Verfügbarkeit von Ersatzteilen und Technologietransfer.“ Indonesien habe eine Menge zu lernen. „Wir haben noch nie Kampfpanzer gehabt, wir fangen von Null an.“ Indonesien wolle die ersten Panzer noch in diesem Jahr in Empfang nehmen. „Aber wir haben dafür noch keine Zusicherung von Rheinmetall“, sagte Prabowo. „Es dauert, bis die Leopard-Panzer nach unseren Wünschen gebaut sind. Das ist schwieriger, als wir dachten.“

Von

dpa

Kommentare (2)

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Rene

07.11.2012, 13:17 Uhr

Nein, Panzer werden natürlich zum Blumen gießen eingesetzt...
Wenn nicht Deutschland, dann liefert Frankreich oder GB. Die Frage ist doch nicht, ob sondern wer liefert. Und da torpedieren Grüne und Linke den deutschen Arbeitsmarkt.

Dresdner

07.11.2012, 14:28 Uhr

Das Gebaren der linken Parteien ist einfach nur heuchlerisch: Auf der einen Seite redet man von einer gemeinsamen Welt ohne Unterschiede (Stichwort: "One World"), auf der anderen Seite wird fast jedem Land (inkl. NATO-Partner und EU-Kandidat Türkei) unterstellt, Angriffskriege oder Menschenrechtsverletzungen mit den Waffen durchführen zu wollen.

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