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29.04.2011

18:04 Uhr

Rumänien

Euro soll trotz Wirtschaftskrise 2015 kommen

Die rumänische Regierung will ungeachtet der Auswirkungen der Wirtschaftskrise an der geplanten Einführung des Euro 2015 festhalten. Zuletzt hatte das Land über eine Verschiebung des Termins nachgedacht.

Ministerpräsident Boc will den Euro in jedem Fall 2015 einführen. Quelle: Reuters

Ministerpräsident Boc will den Euro in jedem Fall 2015 einführen.

BukarestRumänien hält trotz Auswirkungen der Wirtschaftskrise an seinem ursprünglichen Ziel fest, 2015 den Euro einzuführen. Das hat die Regierung in Bukarest in dem am Freitag verabschiedeten Programm zur Erfüllung der Kriterien für den Euro-Beitritt festgeschrieben, wie die Nachrichtenagentur Mediafax berichtete. Ursprünglich hatten die Behörden des EU-Landes eine Verschiebung der Euro-Einführung erwogen.

Die Entscheidung sei nach Beratungen mit der rumänischen Nationalbank und Staatspräsident Traian Basescu gefallen, sagte Ministerpräsident Emil Boc. Ob am 1. Januar oder einige Monate später, das Jahr 2015 bleibe auf jeden Fall das Zieldatum für die Euro-Einführung in Rumänien. Die Details würden mit den europäischen Partnern besprochen.

Vor der Einführung der Gemeinschaftswährung muss Rumänien zwei Jahre an dem Wechselkursmechanismus II (ERM II) teilnehmen, was bedeutet, dass die Landeswährung in diesem Zeitraum nicht mehr als als 15 Prozent vom Euro-Kurs abweichen darf. Ferner müssen weitere im Vertrag von Maastricht festgelegte Konvergenzkriterien erfüllt werden betreffend Preisstabilität, Staatsverschuldung und langfristige Zinssätze.

Beobachter bezweifeln, dass Rumänien die Euro-Einführung 2015 packt, zumal noch harte Strukturreformen anstehen. Das Land hat derzeit mit 8 Prozent die höchste Inflationsrate in der Europäischen Union (Stand März) sowie ein hohes Haushaltsdefizit (6,5 Prozent). Die Staatsverschuldung Rumäniens liegt mit 32 Prozent allerdings unter dem Maastricht-Kriterium (60 Prozent).  Am 1. Januar 2011 hatte Estland als 17. Land die Gemeinschaftswährung Euro eingeführt.

Von

dpa

Kommentare (6)

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Hurra

29.04.2011, 20:08 Uhr

Keine Sorge, bis dahin gibt es den Euro eh nicht mehr.

Au-weia

30.04.2011, 09:12 Uhr

So lange braucht Rumänien noch, um die Daten nach griechischem Vorbild "bearbeiten" zu können ...

Griechische.Abzocke.macht.Schule

30.04.2011, 11:21 Uhr

Die griechische "Abzocke" findet immer mehr Fans.
Erst Schulden, dann Umschuldung. Klasse Milliarden EURO, die Rumänien da abkassieren kann.
Und wenn es um Spar-Einschnitte geht, wird das Volk auf die Strasse geholt und schon knickt die EU wieder ein. Nein, soziale Unruhen kann man ja nicht zulassen, dann lieber Milliarden EURO verloren geben.

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