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25.02.2015

14:46 Uhr

Russische Propaganda

Litauen appelliert an EU und USA

Die baltischen Staaten fühlen sich durch das Vorgehen Russlands bedroht. Litauens Außenminister wirft dem Kreml massive Propaganda vor – und appelliert an den Westen. Derweil marschiert in Estland das US-Militär auf.

In Estland nahmen am Dienstag US-Truppen an einer Militärparade – nur wenige Meter von der russischen Grenze entfernt – zum Nationalfeiertag teil. dpa

Mitärparade in Estland

In Estland nahmen am Dienstag US-Truppen an einer Militärparade – nur wenige Meter von der russischen Grenze entfernt – zum Nationalfeiertag teil.

Vilnius/TallinnLitauens Außenminister Linas Linkevicius hat Russland massive Propaganda vorgeworfen und eine gemeinsame Antwort von EU und USA gefordert. Beide müssten sich dabei unterstützen, dem russischsprachigen Publikum alternative Informationsquellen anzubieten, meinte er einer Mitteilung vom Mittwoch zufolge bei einem Besuch in den USA.

„Wenn wir Propaganda nicht als ernsthaftes Problem begreifen, wenn wir unser Handeln nicht koordinieren, indem wir Alternativen zu den russischsprachigen Medien stärken, werden wir diesen Kampf nicht gewinnen“, sagte Linkevicius weiter.

Russland hatte zuletzt eine multimediale Informationsoffensive im Ausland gestartet. Kritiker im Westen sehen darin einen Propagandaschachzug.

In Estland nahmen am Dienstag US-Truppen an einer Militärparade zum Nationalfeiertag teil. Nur wenige 100 Meter von der EU-Grenze zu Russland entfernt marschierten Soldaten aus den USA und anderen Nato-Staaten gemeinsam mit estnischen Kameraden durch die Stadt Narva im Norden des Landes. Auch mit US-Flaggen geschmückte Kampffahrzeuge waren beteiligt, wie estnische Medien berichteten.

Die baltischen Staaten sind wegen Russlands Haltung im Ukraine-Konflikt besorgt um die eigene Sicherheit. Die Nato hat deshalb ihre Präsenz in den drei Ex-Sowjetrepubliken deutlich erhöht. Im Rotationsprinzip sind seit April 2014 jeweils 150 US-Soldaten in Estland, Lettland und Litauen sowie in Polen stationiert.

Von

dpa

Kommentare (7)

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Herr Vittorio Queri

25.02.2015, 15:03 Uhr

>> Derweil marschiert in Estland das US-Militär auf. >>

Wäre interessant zu erfahren, ob die NATO-Speerspitze auch dabei war. Und in welche Farben die Besenstiele lackiert waren.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundeswehr-soldaten-ziehen-mit-besenstielen-ins-manoever-a-1019001.html

Frau Helga Trauen

25.02.2015, 15:10 Uhr

Die baltischen Staaten haben natürlich Angst, weil sie den russischen Bürgern deren bürgerliche Rechte in den Staaten verweigern. Eigentlich ein Unding, dass solche Staaten, die mit Minderheiten so umgehen, Mitglieder der EU werden konnten.
Oder alles nur russische Propaganda?

Herr Lord DraCool

25.02.2015, 15:29 Uhr

Sehr geehrte Frau Helga Trauen, sehr geehter Herr Vittorio Queri, oder seid Ihr eigentlich eine und die gleiche Person? Naja, von der brutalen Ermordung russischen Staatsbürgern in Vilnius gestern habe ich auch gehört, eine schreckliche Sache. Es ist wohl bekannt dass alle Russen in den baltischen Staaten um ihre Leben fürchten müssen und deswegen ist es nur zurecht dass Mutti Russland (der KGBist sieht zwar wenig weiblich aus aber egal) dort einmaschieren soll. Am besten sofort, um weitere Ungeheuer zu vermeiden. Böse, böse EU! Wieso verweigern sie eigenltich diesen armen Staaten die so eifrig zurück zum Reich, pardon, zum Russland wollen, den Recht wieder Teil von Großrussland zu werden, wieso oh wieso? Das verstehe ich genauso wenig wie Sie, meine russische Kameraden.

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