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14.06.2014

14:27 Uhr

Russische Zahlungsforderungen

Weitere Gespräche über Gaslieferungen

Die Gespräche über weitere Gaslieferungen an die Ukraine könnten nun doch fortgesetzt werden – noch ist aber nicht klar, ob es tatsächlich weitere Verhandlungen geben wird. Ein Lieferstopp ist nicht ausgeschlossen.

Der ukrainische Energieminister Juri Prodan (rechts) und der Chef des russischen Energiekonzerns Gazprom Alexej Miller. Es gibt Hoffnungen, dass die am Mittwoch abgebrochenen Verhandlungen über Gaslieferungen an die Ukraine doch fortgesetzt werden könnten. dpa

Der ukrainische Energieminister Juri Prodan (rechts) und der Chef des russischen Energiekonzerns Gazprom Alexej Miller. Es gibt Hoffnungen, dass die am Mittwoch abgebrochenen Verhandlungen über Gaslieferungen an die Ukraine doch fortgesetzt werden könnten.

KiewRussland hat nach ukrainischen Angaben in neue Gasverhandlungen zwischen beiden Ländern eingewilligt. „Wir hoffen, dass diese Verhandlungen heute in Kiew stattfinden“, sagte Energieminister Juri Prodan am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Er schränkte jedoch ein, dass die russische Seite nur „vorläufig“ in die neuen Gespräche eingewilligt habe. Am Mittwoch waren Verhandlungen unter Vermittlung der Europäischen Union in Brüssel gescheitert. „Die Atmosphäre ist - wie unter erwachsenen Leuten üblich - sachlich. Man gibt sich die Hand, man erwidert, man ist höflich, aber man hat unterschiedliche Positionen. Und es geht hier um Milliarden.“, hatte EU-Energiekommissar Günther Oettinger dies kommentiert.

Moskau und Kiew streiten seit dem Machtwechsel in der Ukraine noch erbitterter als zuvor um Gaslieferungen. Dabei geht es um ausstehende Zahlungen der Ukraine an Russland für frühere Lieferungen und um den künftigen Gaspreis, den die Regierung in Moskau von ihrem Nachbarland fordert. Den zuletzt vom russischen Staatskonzern Gazprom angebotenen Preis für Gaslieferungen lehnt die Regierung in Kiew als zu hoch ab.

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Zur Begleichung ihrer Schulden hat die Ukraine laut einem russischem Ultimatum bis Montag Zeit. Wird die Frist nicht eingehalten, will Moskau den klammen Nachbarstaat nur noch gegen Vorkasse mit Gas beliefern. Der ukrainische Regierungschef Arseni Jazenjuk wies die zuständigen Behörden am Freitag an, alle Vorkehrungen für einen möglichen Lieferstopp aus Russland in der kommenden Woche zu treffen. Ein solcher Lieferstopp hätte auch Auswirkungen auf mehrere EU-Staaten.

Von

afp

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