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31.01.2009

12:23 Uhr

Russischer Ministerpräsident gerät unter Druck

Tausende protestieren gegen Putins Wirtschaftspolitik

Durch die Finanzkrise gerät der russische Ministerpräsident Wladimir Putin immer stärker unter Druck: In zahlreichen russischen Städten protestierten am Samstag tausende Menschen gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung.

Putins Wirtschaftspolitik treibt in der Krise Tausende auf die Straße. Unter den Anti-Kreml-Demonstranten in Moskau fanden sich auch zahlreiche Anhänger der in Russland verbotenen Nationalbolschewisten. Foto: Reuters Reuters

Putins Wirtschaftspolitik treibt in der Krise Tausende auf die Straße. Unter den Anti-Kreml-Demonstranten in Moskau fanden sich auch zahlreiche Anhänger der in Russland verbotenen Nationalbolschewisten. Foto: Reuters

HB MOSKAU. "Die Revolution ist der einzige Ausweg aus der Krise", rief Kommunistenchef Gennadi Sjuganow am Samstag im Zentrum von Moskau auf einer genehmigten Kundgebung den etwa 1000 Anhängern zu. Die Kremlpartei Geeintes Russland organisierte parallel große Gegendemonstrationen, auf denen die Menschen ihre Unterstützung für die Krisen-Maßnahmen bekundeten.

Ein starkes Polizeiaufgebot verfolgte in Moskau und anderen Städten die Versammlungen der Regierungskritiker. Für den Nachmittag hat das Oppositionsbündnis "Das andere Russland" in der Hauptstadt zu einer nicht genehmigten Demonstration aufgerufen. Bei ähnlichen Kundgebungen nahm die Polizei in der Vergangenheit Dutzende Teilnehmer vorübergehend fest.

In den fernöstlichen Großstädten Chabarowsk und Wladiwostok demonstrierten insgesamt etwa 5000 Menschen gegen gestiegene Kommunalgebühren sowie höhere Einfuhrzölle für Importautos. Die russische Bevölkerung leidet zunehmend unter steigenden Preisen, einer drastischen Rubelabwertung sowie unter Arbeitslosigkeit. Der Preisverfall für Rohstoffe auf den Weltmärkten sowie die Konjunkturflaute lassen nach Angaben der Regierung die Staatseinnahmen im laufenden Jahr um etwa 40 Prozent schrumpfen.

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