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23.03.2013

20:36 Uhr

Russischer Oligarch

Putin-Gegner Beresowski ist tot

Der russische Milliardär Boris Beresowski ist im britischen Exil tot aufgefunden worden. Der Oligarch galt als einer der schärfsten Kritiker von Russlands Präsident Putin. Beresowskis Anwalt spricht von Selbstmord.

Beresowski (hier bei einer Pressekonferenz in London im Jahr 2007) galt als erbitterter Gegner von Präsident Putin. dpa

Beresowski (hier bei einer Pressekonferenz in London im Jahr 2007) galt als erbitterter Gegner von Präsident Putin.

LondonDer russische Milliardär Boris Beresowski ist mit 67 Jahren im Exil in Großbritannien gestorben. Das gab ein Sprecher des prominenten Kritikers des russischen Präsidenten Wladimir Putin am Samstag in London bekannt. Während sich die britischen Behörden noch nicht zur Todesursache äußern wollten, sprach Beresowskis russischer Anwalt von Selbstmord.

Der Oligarch war während der Privatisierungen unter dem damaligen Präsidenten Boris Jelzin zu seinem Vermögen gekommen und galt unter Jelzin als graue Eminenz des Kreml, fiel aber nach dem Amtsantritt Putins in Ungnade.

„Ich habe aus London einen Anruf erhalten, in dem mir gesagt wurde, dass Beresowski sich umgebracht hat“, sagte Anwalt Dobrowinski am Samstag dem Sender Rossia 24, ohne zu erläutern, wer ihn aus London anrief. Beresowski sei zuletzt in einem „furchtbaren Zustand“ und „völlig überschuldet“ gewesen. Er habe seine Kunstschätze und andere Dinge verkaufen müssen. Bei Freunden habe er sich Geld für ein Flugticket leihen wollen. Auch ein Familienmitglied sprach laut britischen Medienberichten von einem möglichen Selbstmord.

Zunächst hatte der Sprecher Beresowskis in Großbritannien, Lord Tim Bell, den Tod Beresowskis bekanntgegeben. Der Oligarch sei demnach am Samstag in seinem Haus in Surrey im Süden Englands gestorben. Laut britischen Medienberichten wurde Beresowski in seinem Haus tot aufgefunden. Die britische Polizei erklärte, sie habe eine Untersuchung zu den Todesumständen eingeleitet. „Sein Tod wird derzeit als ungeklärt betrachtet und eine vollständige Untersuchung ist angelaufen“, teilte die Polizei mit. Die Leiche sei in Ascot westlich von London gefunden worden.

Kommentare (20)

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bjarki

23.03.2013, 21:00 Uhr

...der lupenreine Demokrat verlor wieder einen seiner geliebten Landsleute durch Lungenentzuendung. Sehr schade dass es nicht moeglich ist dem lupenreinen Demokraten persoenlich zu kondolieren, unter vier Augen ohne Zeugen.

Putins_Feinde_leben_kurz

23.03.2013, 21:26 Uhr

Na, da hat die Spesnaz mal wieder ganze Arbeit geleistet.

Account gelöscht!

23.03.2013, 21:36 Uhr

Wer es zwar zum Milliardär geschafft hat, aber versäumt hat, sein Wohlergehen richtig und erfolgreich zu organisieren, darf sich nicht wundern, daß er denjenigen ein Dorn im Auge ist, von denen er abgezwackt hat, ohne die Spielregeln befolgt zu haben. Milliardär zu sein ist so wohl auch nicht sehr einfach, zumindest das Überleben nicht.

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