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11.07.2017

16:05 Uhr

Russland-Affäre

Anwältin bestätigt Treffen mit Trump Jr.

Neue Informationen bestätigen, dass sich Donald Trump Jr. während des Wahlkampfes mit einer russischen Anwältin getroffen hat. Unklar bleibt jedoch auch weiterhin, wer wem Informationen über Hillary Clinton versprach.

Kontakt zu Russland

Trump Junior im Verdacht des Wahlbetrugs

Kontakt zu Russland: Trump Junior im Verdacht des Wahlbetrugs

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WashingtonDie russische Anwältin Natalia Weselnizkaja hat ein Gespräch mit dem Sohn von US-Präsident Donald Trump bestätigt. Sie habe aber keine Informationen über Trumps Gegenkandidatin Hillary Clinton gehabt und auch nie für die russische Regierung gearbeitet, sagte Weselnizkaja in einem am Dienstag ausgestrahlten Interview der US-Fernsehsender NBC und MSNBC. „Alles, was ich wusste, war, dass sich Donald Trump Jr. mit mir treffen wollte“, sagte sie. Ihre Antworten wurden von einem Dolmetscher übersetzt.

Weselnizkaja sagte, sie sei während des Wahlkampfes im vergangenen Jahr von einem ihr unbekannten Mann am Telefon aufgefordert worden, sich mit Donald Trump Jr. zu treffen. An der Zusammenkunft im Trump Tower in New York hätten auch Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und sein Wahlkampfchef Paul Manafort teilgenommen. Kushner sei nach ein paar Minuten gegangen, Manafort habe sich nicht an dem Gespräch beteiligt, sondern sich meist mit seinem Telefon beschäftigt. Sie sei gefragt worden, ob sie Informationen über Clintons Wahlkampfteam habe. „Es ist gut möglich, dass sie Informationen suchten. Sie wollten sie so dringend“, sagte Weselnizkaja. Wer sie gefragt hat, ging aus dem NBC-Bericht nicht hervor.

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Mit dem Versprechen, Informationen aus dem Kreml über die politische Gegnerin zu bekommen, ließ sich Donald Trumps Sohn zu einem Treffen mit einer russischen Anwältin ködern. Er soll deswegen vom Senat befragt werden.

Die „New York Times“ hatte berichtet, der Musikverleger Robert Goldstone habe das Treffen zwischen Trump Jr. und der Anwältin arrangiert und in einer E-Mail an Trump Jr. angedeutet, dass Weselnizkajas für Clinton schädliche Informationen von der russischen Regierung stammten. Die Zeitung zitierte dazu drei Quellen, die von der E-Mail wussten.

Goldstone sagte der Nachrichtenagentur AP, Weselnizkaja habe ihm gesagt, sie verfüge über Informationen über angebliche illegale Wahlkampfbeiträge an die Nationale Organisation von Clintons Demokratischer Partei. Sie denke, dass Trump Jr. das hilfreich finden könne.

Von

ap

Kommentare (2)

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Herr Tomas Maidan

12.07.2017, 11:08 Uhr

Zu Uwe Barschels Zeiten musste man noch auf eigene Kosten einen Mann fürs Grobe anheuern, wenn man einen Schmutzwahlkampf gegen den Gegner anzetteln wollte. Heute geht das viel einfacher: Man egagiert einfach den russischen Geheimdienst. Auf Kosten der russischen Steuerzahler freut der sich, wieder kalten Krieg mit Desinformation zu spielen! Vorausgesetzt, man verfügt über eine rechtsradikale Weltsicht und dubiose Beziehungen zur russischen Mafia, gibts dann jede Menge widerwärtigen Rückenwind; gerne auch mit Internet-Trollen und Hacker-Angriffen.

Hoffentlich gibts bald ein Ende in der Badewanne!

Herr Tomas Maidan

12.07.2017, 11:22 Uhr

Vielleicht wäre es das Beste, einfach Neuwahlen durchzuführen. Trump kann sich mit seinem Pro-Putin Programm ja durchaus noch einmal aufstellen. Einfach die Eckpunkt seiner, also russischer Politik ins Wahlprogramm schreiben, und dann die Wähler entscheiden lassen. Putins Beliebtheit scheint ja weltweit kerzengerade durch die Decke zu gehen, wenn man das Gelaber hier ernst nehmen würde. Da sollten auch die Hillbillys im Rust Belt mitjubeln.

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