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30.05.2017

19:56 Uhr

Russland-Affäre

Trumps Kommunikationsdirektor tritt zurück

Michael Dubke, Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses, ist von seinem Amt zurückgetreten. Dieser Entschluss fiel wohl bereits vor Trumps Auslandreise. Der Präsident kündigte zuletzt die Neubesetzung von Stellen an.

Laut Donald Trumps Beraterin habe Dubke bereits vor Trumps erster Auslandsreise seinen Rücktritt eingereicht. AP

Kellyanne Conway

Laut Donald Trumps Beraterin habe Dubke bereits vor Trumps erster Auslandsreise seinen Rücktritt eingereicht.

WashingtonDer Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses, Michael Dubke, ist zurückgetreten. Der am Dienstag bekanntgegebene Schritt kam inmitten ständig an die Medien durchgesteckter anonymer Informationen über Verbindungen des Wahlkampfteams von Präsident Donald Trump zu Russland. Trump erwägt deshalb derzeit eine größere Neubesetzung von Stellen im Weißen Haus.

Trumps Beraterin Kellyanne Conway sagte der Nachrichtenagentur AP, Dubke habe schon vor Trumps erster Auslandsreise in diesem Monat seinen Rücktritt eingereicht. Das könnte darauf hindeuten, dass Dubkes Abgang nichts mit dem bevorstehenden Personalumbau im Weißen Haus zu tun haben soll.

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Dem politischen Emporkömmling, Schwiegersohn und Sonderberater von Trump könnte ein jäher Absturz drohen.

Erwartet wird, dass Trump seinen Wahlkampfmanager Corey Lewandowski und dessen Stellvertreter, David Bossie, ins Weiße Haus holt. Bossie bestätigte im Fernsehsender Fox entsprechende Kontakte, sagte aber auch, dass ihm noch kein konkretes Angebot vorgelegt worden sei. „Sie haben mit vielen Leuten gesprochen, darunter auch ich“, sagte er.

Dubke wurde im Februar Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses, nachdem Trumps ursprüngliche Wahl, sein Wahlkampfhelfer Jason Miller, verzichtet hatte. In seiner Rücktrittserklärung schrieb Dubke, es sei ihm eine Ehre gewesen, Trump zu dienen und mit dem Kommunikationsteam im Weißen Haus zu arbeiten.

Zu den andauernden Spekulationen um Russlandkontakte seiner Mitarbeiter meldete Trump sich derweil per Twitter zu Wort: „Russische Offizielle müssen über die USA lachen und darüber, wie eine lahme Ausrede, warum die Dems (Demokraten) verloren haben, die Fake News übernommen hat.“

Trumps erste Auslandreise in Zitaten

Saudi-Arabien, 21. Mai

„Vertreibt sie aus euren Gotteshäusern. Vertreibt sie aus euren Gemeinden. Vertreibt sie aus eurem heiligen Land.“

US-Präsident Donald Trump fordert in einer Grundsatzrede vor muslimischen Staats- und Regierungschefs ein entschiedeneres Vorgehen gegen Extremisten

Jerusalem, 23. Mai

„Mit Entschlossenheit, Kompromissen und dem Glauben daran, dass Frieden möglich ist, können Israelis und Palästinenser einen Deal machen.“

Rom, 24. Mai

„Er hat etwas. Er ist wirklich gut. Wir hatten ein fantastisches Treffen und eine fantastische Tour, es war wunderschön. (...) Es war eine Ehre, mit dem Papst zusammen zu sein.“

Trump über seinen Besuch im Vatikan und das Treffen mit Papst Franziskus.

Brüssel, 25. Mai

„Ich habe niemals gefragt, nicht einmal, was das neue Nato-Hauptquartier kostet. Ich weigere mich, das zu tun. Aber es ist wunderschön.“

Trump bei der Eröffnung des neuen Nato-Hauptquartiers, das 1,12 Milliarden Euro gekostet haben soll.

„23 der 28 Mitgliedsstaaten zahlen immer noch nicht das, was sie für ihre Verteidigung zahlen sollten.“

Trump greift in seiner Rede die Nato-Mitglieder massiv an und wirft ihnen vor, ihre finanziellen Bündnisverpflichtungen nicht ausreichend zu erfüllen.

Sigonella, 27. Mai

„Es war ein ungeheuer produktives Treffen, bei dem ich die amerikanischen Beziehungen gestärkt habe.“

Trump am 27. Mai vor Soldaten auf dem US-Militärstützpunkt Sigonella über den G7-Gipfel.

Von

ap

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