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20.07.2011

09:02 Uhr

Russland-Beziehungen

"Quadriga-Debatte war schädlich"

Der Geschäftsführer des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Rainer Lindner, kritisiert die Debatte um Putin und den Quadriga-Preis. Langfristige Folgen befürchtet er aber nicht.

Der Quadriga-Preis des Vereins "Werkstatt Deutschland" wird in diesem Jahr nicht vergeben. Der Plan, unter anderem den russischen Ministerpräsidenten Putin auszuzeichnen, hatte für Protest gesorgt. Quelle: dapd

Der Quadriga-Preis des Vereins "Werkstatt Deutschland" wird in diesem Jahr nicht vergeben. Der Plan, unter anderem den russischen Ministerpräsidenten Putin auszuzeichnen, hatte für Protest gesorgt.

MünchenDie Debatte um den zurückgezogenen Quadriga-Preis an Russlands Ministerpräsidenten Wladimir Putin hätte nach Ansicht von Rainer Lindner, Geschäftsführer des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, allen Beteiligten erspart werden müssen. „Das ist sicherlich schädlich für die deutsch-russischen Beziehungen“, sagte er am Dienstag im Bayerischen Rundfunk.

Lindner sieht die Wirtschaftsbeziehungen dadurch nicht beeinträchtigt. „Die Wirtschaft konzentriert sich auf die aktuellen Projekte“, sagte er. Russland sei für Deutschland ein großer Markt. „Wir haben inzwischen 6.500 deutsche Unternehmen, die in Russland präsent sind, das sind fast mehr als alle anderen EU-Staaten gemeinsam haben“, fügte der Geschäftsführer hinzu.

Putin sollte für seine Verdienste für die deutsch-russischen Beziehungen geehrt werden. Nach heftiger Kritik an dieser Entscheidung hatte das gemeinnützige Netzwerk Quadriga aber entschieden, in diesem Jahr überhaupt keine Preise zu vergeben.

Von

dpa

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

20.07.2011, 09:21 Uhr

Der Quadriga-Preis ist eh nur Augenwischerei für diejenigen, dass die Demokratie wirklich funktioniert und die Staaten demokratisch funktionieren.

In Wirklichkeit spielen weltweit ganz andere Kräfte von Lobby-Netzwerken, Mafia, Geheimdiensten, usw. die entscheidende Rolle und die spielen undemokratisch. Und da iat Putin immer ein fairer Streiter gewesen für Stabilität und gutes Miteinander sowohl in RUssland aus auch für Europa. Er sieht sich in der Rolle eines Zaren, der waltet und verwaltet. Besser geht es nunmal nicht.

Die Demokratie ist nur Makulatur, nur Fassade für den Glauben der Gutdünker. Fertig.

Account gelöscht!

20.07.2011, 09:24 Uhr

Der Quadriga-Preis ist eh nur Augenwischerei für diejenigen, die glauben, dass die Demokratie wirklich funktioniert und die Staaten demokratisch funktionieren.

In Wirklichkeit spielen weltweit ganz andere Kräfte von Lobby-Netzwerken, Mafia, Geheimdiensten, usw. die entscheidende Rolle und die spielen undemokratisch. Und da ist Putin immer ein fairer Streiter gewesen für Stabilität und gutes Miteinander sowohl in Russland als auch für Europa. Er sieht sich in der Rolle eines Zaren, der waltet und verwaltet. Besser geht es nunmal nicht.

Die Demokratie ist nur Makulatur, nur Fassade für den Glauben der Gutdünker. Fertig.

bommel

20.07.2011, 10:22 Uhr

"Freiheit" ist ein Kunstwort und wird von der Politik immer wieder falsch verstanden. Wenn die Bürger von Freiheit reden, meinen Sie damit ihre eigene Individualität usw. Wenn Politiker von Freiheit sprechen, meinen diese meist die Reisefreiheit (du bürger kannst nun überallhin wo du willst, du kannst ja machen was du willst, achja, aber du bleibst trotzdem sklave der gesellschaftlichen Strukturen, vergiss das nicht). So siehts aus. Das wurde den Bürgern aus dem Ostblock eingetrichtert, nun sollen die radikalislamischen Länder "bekehrt" werden. Zu welchem Preis? Damit wir neue Antiterrorgesetze akzeptieren, die die wirkliche bürgerliche Freiheit immer mehr einschränken werden. Ein paradoxes System, dass nur wenige kapieren bzw. begreifen.

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