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25.09.2013

09:20 Uhr

Russland

Greenpeace-Aktivisten in U-Haft gebracht

Sie wollten gegen geplante Ölbohrungen in der Arktis demonstrieren, jetzt wird ihnen Piraterie vorgeworfen: Die in Russland festgenommenen Greenpeace-Aktivisten sitzen jetzt in Untersuchungshaft.

Russland

Überwachungsvideo zeigt Greenpeace-Aktion

Russland: Überwachungsvideo zeigt Greenpeace-Aktion

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MoskauDie in Russland festgenommenen Greenpeace-Aktivisten sind nach Angaben der Umweltorganisation nach stundenlangen Verhören in verschiedene Untersuchungsgefängnisse gebracht worden. Die 30 Besatzungsmitglieder der „Arctic Sunrise“ seien inzwischen formell für 48 Stunden festgenommen worden, teilte Greenpeace am Mittwoch mit. Weder Diplomaten noch Anwälte hätten Zugang erhalten. Die russische Justiz ermittelt wegen bandenmäßiger Piraterie nach einem Protest gegen geplante Ölbohrungen in der Arktis. Dafür sieht das Gesetz bis zu 15 Jahre Haft vor.

Die Ermittlungsbehörde in Moskau bestätigte die Festnahmen. Drei russische Crewmitglieder seien befragt worden, sagte Behördensprecher Wladimir Markin russischen Agenturen zufolge. Die ausländischen Aktivisten würden erst vernommen, wenn sie mit Dolmetschern und Anwälten gesprochen hätten.

Kremlchef Wladimir Putin besprach den Fall bei einem Treffen mit dem finnischen Präsidenten Sauli Niinistö. Unter den Festgenommenen ist mindestens eine Finnin. Der russische Umweltminister Sergej Donskoi kritisierte den Greenpeace-Protest an einer Ölplattform des Staatskonzerns Gazprom in der Petschorasee. Sowohl Gazprom als auch das Außenministerium lehnten eine Stellungnahme zunächst ab.

Die Umweltschützer weisen die Vorwürfe strikt zurück und werfen den Behörden illegales Vorgehen vor. „Das ist völlig unverständlich“, sagte Greenpeace-Mitglied Iwan Blokow der Agentur Interfax. Die „Arctic Sunrise“ war am Dienstag von der Küstenwache in den Hafen der nordrussischen Stadt Murmansk geschleppt worden.

Von

dpa

Kommentare (5)

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RBern

25.09.2013, 09:36 Uhr

Der Fall muß gründlich untersucht werden, es muß schließlich mit rechten Dingen zugehen.

Die Höchststrafe von 15 Jahren Haft werden die Aktivisten schon nicht bekommen.

vandale

25.09.2013, 10:08 Uhr

Das ist die beste Nachricht des Tages!

In vielen Ländern Europas und Nordamerikas wirken die Oekokonzerne als destruktive Parasiten. Vielfach werden die Menschen dieser Länder mit Phantasiegeschichten gegen Gentechnik, Kernenergie, Oelförderung, Kohleverfeuerung und vieles mehr aufgehetzt. Unternehmen werden zu Spenden und Fördermitgliedschften motiviert. Die Organisationen haben erhebliche politische Macht abseits demokratischer Strukturen.

Vandale

JosefSpitz

25.09.2013, 10:09 Uhr

Gut, dass diesen eingebildeten Weltenrettern einmal ihre Grenzen aufgezeigt werden. Sie glauben, sie könnten sich für ihre Zwecke ungestraft über alle Gesetze hinwegsetzen.
Schwerer Hausfriedensbruch und Nötigung sind deren Markenzeichen.

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