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02.12.2016

16:19 Uhr

Russland

Mehr Tempo bei Uno-Hilfe in Aleppo gefordert

In Russland übt man Druck auf die Uno aus und erhebt gleichzeitig den Vorwurf, dass nur das eigene Militär Hilfsgüter in die ehemaligen Rebellenviertel Aleppos bringen würde. Die Kämpfe toben derweil weiter.

Die in den früheren Rebellengebieten lebenden Zivilisten benötigen Hilfe. AFP; Files; Francois Guillot

Aleppo

Die in den früheren Rebellengebieten lebenden Zivilisten benötigen Hilfe.

MoskauDas russische Militär kritisiert die UN-Hilfslieferungen in die heftig umkämpfte syrische Stadt Aleppo. Die Vereinten Nationen verschleppten den Transport humanitärer Güter in die jüngst von syrischen Regierungstruppen eroberten Stadtviertel, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Freitag. UN-Nothilfekoordinator Jan Egeland solle für mehr Tempo bei den Hilfslieferungen nach Aleppo sorgen, forderte er.

Nur das russische Militär bringe Nahrung, Medikamente und andere Hilfsgüter in die ehemaligen Rebellenviertel Aleppos mit ihren etwa 90.000 Bewohnern, sagte Konaschenkow weiter. Die von Russland unterstützten syrischen Truppen versuchen derzeit, die Rebellengebiete im Osten von Aleppo vollständig einzunehmen und sind auch in anderen Teilen des Landes zum Angriff übergegangen. Das sogenannte Versöhnungszentrum des russischen Militärs teilte am Freitag mit, die Regierung habe die Kontrolle über die Stadt Chan al-Schi südwestlich der Hauptstadt Damaskus übernommen.

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Fast 2000 Rebellen, die Chan al-Schi seit 2012 beherrschten, sowie knapp 1200 Verwandte verließen den Ort in von der Regierung bereitgestellten Bussen mit Fahrtziel Idlib im Norden Syriens. Die Stadt befindet sich weiter in Rebellenhand. Weitere 100 Rebellen und 300 Familienangehörige sollten folgen.

Von

ap

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