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10.10.2016

16:29 Uhr

Russland

Putin stellt Ölfördergrenze in Aussicht

Russland wird sich an der Begrenzung der Öl-Produktion, welche von Opec initiiert wurde, beteiligen. Aufgrund der fallenden Preise sei es die einzig richtige Entscheidung. Genaue Zahlen stehen derweil noch aus.

Nicht nur die Opec-Länder, sondern auch Russland wollen angesichts der fallenden Öl-Preise ihre Produktion deckeln. dpa

Deckel drauf

Nicht nur die Opec-Länder, sondern auch Russland wollen angesichts der fallenden Öl-Preise ihre Produktion deckeln.

IstanbulRussland sucht nach Worten von Präsident Wladimir Putin den Schulterschluss mit dem Ölförderkartell Opec. In der aktuellen Lage sei eine Obergrenze oder sogar eine Drosselung der Fördermenge wohl die einzig richtige Entscheidung, um die Stabilität des weltweiten Energiesektors zu sichern, sagte Putin am Montag auf einer Energiekonferenz in Istanbul. „Russland ist bereit, sich an den Maßnahmen zu einer Deckelung der Produktion zu beteiligen und appelliert an andere Ölexporteure, dies ebenso zu tun.“ Der niedrige Ölpreis habe zum Rückgang von Investitionen in der globalen Energiebranche geführt. Dies werde sich letztlich als Nachteil erweisen und unvorhersehbare Preissprünge auslösen, sagte Putin.

Unter dem Druck gefallener Preise hatten sich die Opec-Länder Ende September erstmals seit acht Jahren darauf verständigt, ihre Fördermengen mäßig zu drosseln. Die genauen Mengen sollen beim offiziellen Opec-Treffen am 30. November festgelegt werden. Dann sollen auch Nicht-Opec-Staaten wie Russland aufgefordert werden, ihre Produktion zu begrenzen. Putin äußerte sich nicht dazu, bei welchem Niveau Russland bereit ist, seinen Ausstoß zu deckeln. Russlands Produktion war im September um knapp vier Prozent auf 11,11 Million Barrel (159 Liter) pro Tag gestiegen und markiert damit den höchsten Stand seit dem Ende der Sowjetunion.

Von

rtr

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