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18.09.2012

22:18 Uhr

Russland

Putin zählt Medwedew an

Normalerweise hält Russlands Präsident Putin seinen politischen Verbündeten öffentlich die Stange. Doch jetzt kritisierte er die Haushaltspläne der Regierung von Ministerpräsident Medwedew - hinter dessen Rücken.

Der russische Präsident Wladimir Putin (r.) kritisierte Regierungschef Dmitri Medwedew öffentlich. dapd

Der russische Präsident Wladimir Putin (r.) kritisierte Regierungschef Dmitri Medwedew öffentlich.

SotschiRusslands Präsident Wladimir Putin hat in einem ungewöhnlichen Schritt die Regierung und ihre Fiskalpläne getadelt. Bei einem Treffen zur Haushaltsstrategie in der Stadt Sotschi am Schwarzen Meer am Dienstag beschuldigte Putin das Kabinett, Anordnungen seit seiner Rückkehr in den Kreml im Mai nicht befolgt zu haben.

Der 59-Jährige sagte, dass der auf drei Jahre angelegte Budgetentwurf nicht die Dekrete berücksichtige, die er seit Beginn seiner Präsidentschaft erlassen habe. "Wenn alles so im Plan bleibt, dann werden einige Punkte der Verordnungen nicht umgesetzt. Ich kann das bereits sehen. Aber sie müssen umgesetzt werden", erklärte Putin.

Normalerweise trägt Putin Meinungsdifferenzen mit seinen politische Verbündeten aufgrund seiner starken Loyalität nicht öffentlich aus. Er machte diese Bemerkungen in Abwesenheit von Ministerpräsident Dmitri Medwedew, der sich außerhalb von Moskau bei einer Veranstaltung befand.

Seit dem Amtstausch von Putin und Medwedew kamen Spekulationen auf, dass Putin Medwedew als Regierungschef entlassen könnte. Unterdessen verliert Putin weiter an Ansehen in der Bevölkerung. Erst vor wenigen Tagen kam es erstmals seit Monaten zu Massendemonstrationen gegen Russlands Dauer-Herrscher.

Festnahmen nach Anti-Putin-Demo

Video: Festnahmen nach Anti-Putin-Demo

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Von

rtr

Kommentare (2)

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Brasil

18.09.2012, 22:50 Uhr

Ist wohl unbequem dieser Putin, was? Will einfach nicht so wie die NWO Maffia sich das vorstellt.
Wird wohl bald zum Säbelrasseln kommen, nach der US Wahl!
[...]! +++ Beitrag von der Redaktion editiert +++ Bitte achten Sie auf unsere Netiquette:
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Atlantis

18.09.2012, 23:45 Uhr

Bin ganz bei dir, Brasil. Man lässt in Deutschland nun wirklich keine Gelegenheit aus, um an der aufstrebende Weltmacht Russland, was auch immer, zu kritisieren. Gleiches gilt wohl auch für China

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