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26.08.2014

21:46 Uhr

Russland-Ukraine-Konflikt

Zaghafte Annäherung in Minsk, Kämpfe im Donbass

Es ist nur ein kleiner Hoffnungsschimmer, doch alles scheint besser als weitere Eskalation: Die Präsidenten Russlands und der Ukraine reichen sich die Hand. Im Osten der Ukraine geht es weiterhin weniger freundlich zu.

Sie tun es für die Kameras – doch vielleicht gibt es nach dem Handschlag von Putin und Poroschenko auch am Verhandlungstisch leichte Fortschritte. dpa

Sie tun es für die Kameras – doch vielleicht gibt es nach dem Handschlag von Putin und Poroschenko auch am Verhandlungstisch leichte Fortschritte.

Minsk/KiewBeim Krisengipfel in Minsk sind Kremlchef Wladimir Putin und der ukrainische Präsident Petro Poroschenko nach russischen Angaben zu einem Vier-Augen-Gespräch zusammengekommen. Die beiden Staatschefs hätten sich im Anschluss an ein Abendessen zu Verhandlungen zurückgezogen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Dienstag in der weißrussischen Hauptstadt. Es ist das erste Treffen von Putin und Poroschenko seit Anfang Juni.

„Gesprächsthemen gibt es sehr viele“, sagte Peskow der Agentur Itar-Tass. Erwartet wird, dass die beiden Politiker über die Kämpfe zwischen ukrainischen Regierungseinheiten und prorussischen Separatisten sprechen. Russland fordert eine bedingungslose Feuerpause in der Ostukraine. Kiew wirft Moskau vor, die Aufständischen mit Waffen zu unterstützen.

Ein weiteres Thema könnte nach Peskows Worten Kiews Verhältnis zur von Russland kontrollierten Eurasischen Zollunion und zur EU sein. Mit einer Annäherung der Ukraine an die Europäische Union hatte der Konflikt mit Moskau im vergangenen Jahr begonnen.

Auf Vorschlag Poroschenkos soll zudem die Kontaktgruppe für die Ukraine-Krise regelmäßig in Minsk tagen, wie der weißrussische Staatschef Alexander Lukaschenko mitteilte. Das erste Treffen könnte schon an diesem Mittwoch beginnen. Das Gremium ist ein Gesprächsforum zwischen der ukrainischen Regierung und den Aufständischen unter Vermittlung Russlands und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Die Kontakt-Gruppe hatte sich schon mehrfach getroffen.

Konferenz der Zollunion in Minsk

Poroschenko und Putin treffen aufeinander

Konferenz der Zollunion in Minsk: Poroschenko und Putin treffen aufeinander

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„In Minsk entscheidet sich das Schicksal der Welt und Europas“, sagte das ukrainische Staatsoberhaupt Petro Poroschenko in der weißrussischen Hauptstadt. Kremlchef Wladimir Putin forderte die Ukraine zur friedlichen Lösung des Konflikts auf. Bis zum Abend hatte es kein Zweiergespräch der beiden Politiker bei dem Treffen der von Russland dominierten Eurasischen Zollunion gegeben.

Zu Beginn der Unterredungen gaben sich Putin und Poroschenko die Hand. Es war ihr erstes Treffen seit Juni. Poroschenko warb in Minsk für seinen Friedensplan. Ziel der Gespräche sei, das Blutvergießen in seinem Land zu beenden und einen politischen Kompromiss zu suchen. Er rief russischen Agenturen zufolge die Mitglieder der Eurasischen Zollunion - Russland, Weißrussland und Kasachstan - auf, sich an einer Geberkonferenz für die notleidende Ostukraine zu beteiligen. Beobachtern zufolge vermieden Poroschenko und Putin gegenseitige Schuldzuweisungen.

Während der Minsker Verhandlungen beschloss die prowestliche Regierung der Ukraine, binnen 48 Stunden neues Kriegsgerät für die so genannte Anti-Terror-Operation ins Krisengebiet zu schicken.

Kremlchef Putin betonte, Moskau sei zu einem weiteren Dialog über die Krise bereit. Die Führung in Kiew müsse zudem mit den Aufständischen verhandeln. An dem Treffen nahm auch eine Delegation aus Brüssel mit der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton teil.

Kommentare (3)

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Sergio Puntila

26.08.2014, 19:59 Uhr

Eine Liebesgeschichte: ohne Moskau wäre Poroschenko kaum denkbar.

Ja, wir können stolz auf uns sein.

Ja und Condoliza erste: it must be better to get Oil via our bettered Fields.

Lecker: und Angie fliegt mal kurz hin, um das zu finanzieren.



Oberlecker.

Sergio Puntila

26.08.2014, 20:02 Uhr

Das ist Demiokratie (schluchz): wenn sie sich in die Srme fallen.

I love that sucking crap...

Herr Fred Meisenkaiser

26.08.2014, 20:11 Uhr

" „Wir müssen uns heute der Realität stellen, dass Russland die Nato nicht als Partner sieht“, sagte Rasmussen."
Ein Kriegshetzer erster Klasse!

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