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15.06.2014

22:55 Uhr

Russland und Ukraine

Gasverhandlungen enden ohne Ergebnis

Bis spät in die Nacht wurde um die Gaslieferungen von Gazprom an die Ukraine verhandelt. Jetzt ist das Treffen ohne Ergebnis abgebrochen worden. Russland hatte zuvor mit einem Lieferstopp gedroht.

Lange Verhandlungen ohne Ergebnis. dpa

Lange Verhandlungen ohne Ergebnis.

KiewDie Gasverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland sind am Sonntagabend nach Angaben aus Kiew ergebnislos abgebrochen worden. „Die Verhandlungen endeten ohne Ergebnis“, hieß es von Seiten der ukrainischen Regierung. „Es ist ungewiss, wann sie fortgesetzt werden können.“ An den Gesprächen in Kiew waren EU-Energiekommissar Günther Oettinger, der ukrainische Regierungschef Arseni Jazenjuk sowie der Chef des russischen Gazprom-Konzerns, Alexej Miller, beteiligt.

Russland hat ein Ultimatum bis Montagfrüh (8 Uhr MESZ) für eine Einigung gesetzt und andernfalls mit einem Stopp der Gaslieferungen gedroht, von dem auch weitere europäische Staaten betroffen sein könnten.

Bei den Verhandlungen geht es um ausstehende Zahlungen der Ukraine an Russland sowie um den künftigen Gaspreis. Das vorliegende Angebot der russischen Seite hatte Kiew als zu hoch abgelehnt. Der russische Staatschef Wladimir Putin hatte 385 Dollar pro tausend Kubikmeter Gas als letztes Angebot bezeichnet und damit gedroht, die Gasversorgung zu kappen, wenn bis Montagmorgen keine Einigung erzielt werde und keine Zahlungen seitens der Ukraine eingegangen seien.

Die Ukraine bezieht die Hälfte ihres Gasbedarfs aus Russland und leitet 15 Prozent des in Europa verbrauchten russischen Gases durch ihr Staatsgebiet. Ein Lieferstopp Russlands hätte auch Auswirkungen auf mehrere EU-Staaten.

Von

afp

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