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17.01.2017

12:51 Uhr

Russland und USA

Lawrow setzt auf Wechsel im Weißen Haus

Soviel Vorschusslorbeeren wie Donald Trump hat noch nie ein US-Präsident aus Moskau bekommen. Der russische Außenminister Sergej Lawrow begrüßte Trumps Kampf gegen den Terrorismus und hofft auf neue Syrien-Gespräche.

Der russische Außenminister erwartet von der neuen Trump-Regierung eine gewisse Akzeptanz gegenüber russischen Vorschlägen zum Antiterrorkampf in Syrien. dpa

Sergej Lawrow

Der russische Außenminister erwartet von der neuen Trump-Regierung eine gewisse Akzeptanz gegenüber russischen Vorschlägen zum Antiterrorkampf in Syrien.

MoskauRussland hofft mit dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump auf einen umfassenden Neuanfang im schwierigen bilateralen Verhältnis. Der russische Außenminister Sergej Lawrow listete am Dienstag in Moskau viele Bereiche auf, in denen man mit der neuen US-Führung ins Gespräch kommen wolle - vom Kampf gegen den Terrorismus über Syrien bis zu strategischer Stabilität.

„Donald Trump will, dass jedes Land für seine eigene Entwicklung verantwortlich ist. Das trifft sich mit unserem Ansatz“, sagte Lawrow bei seiner Jahrespressekonferenz. Er dementierte aber, dass schon bald nach Trumps Amtsantritt am Freitag ein Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin geplant sei.

Die Befürchtungen von Hackerangriffen vor Wahlen in Deutschland und anderen europäischen Ländern erklärte Lawrow für nicht gerechtfertigt. „Nicht ich werde beweisen, dass das alles nicht stimmt“, sagte er. „Ich denke, dass in Deutschland wie in vielen anderen Ländern die Unschuldsvermutung gilt. Es ist an Ihnen, das zu beweisen“, sagte er. Alle bisherigen angeblichen Beweise für solche Angriffe, zum Beispiel im Präsidentschaftswahlkampf in den USA, seien „aus den Fingern gesogen“. Deutsche Sicherheitsbehörden befürchten, dass Russland versuchen könnte, die Bundestagswahl zu beeinflussen.

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Der internationale Terrorismus sei auch im abgelaufenen Jahr größte Gefahr für die Weltsicherheit gewesen, sagte der Außenminister. „Wenn Trump sagt, dass für ihn der Kampf gegen den Terrorismus Vorrang hat, dann können wir das nur begrüßen.“ Die scheidende US-Führung von Präsident Barack Obama habe außer Worten wenig zu dem Kampf beigetragen.

Unter Obama sei auch das System der strategischen Stabilität gestört worden. Als Beispiel nannte Lawrow die Nato-Raketenabwehr im Osten Europas und die Entwicklung neuer Interkontinentalraketen, die aber nicht nuklear bestückt sind und ein Element strategischer Unsicherheit schaffen.

Zwar habe auch Obama zuletzt versucht, den Dialog in diesen Fragen wiederzubeleben. „Wir haben uns getroffen, weil wir höfliche Leute sind, doch hauptsächlich werden wir das mit der Trump-Administration besprechen“, sagte Lawrow. Allerdings werde sich erst nach dem Amtswechsel wirklich zeigen, „wie sich die Beziehungen zwischen den USA und dem Rest der Welt ordnen“, sagte Lawrow. „Und ich sage extra „Rest der Welt“, weil Trump sehr eigene Ansichten hat.“

Von

ap

Kommentare (2)

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Herr Alessandro Grande

17.01.2017, 11:42 Uhr

Genau das ist der richtige Weg und dazu ist halt unsere Katastrophen-Merkel nicht in der Lage, sondern geradezu unfähigst, mit Staatsmännern Verhandlungen in der Sache zum Wohle Deutschlands und der Welt zu führen. Nein, sie vermeidet sie uns baut eine Scheisse nach der anderen aus der Distanz und Deutschland heraus.
Stolz ist sie dagegen, von Obama Küsschen auf die Wange zu bekommen oder vermeintlich erhaben als selbsternannte Chefin von Deutschland in die Türkei zu reisen, um mit Oberspacko Erdogan pseudointelligente Deals auszuhandeln, um ihren Arsch in der Flüchtlingskrise zu retten. Dabei merkt sie jedoch nicht, wie respektlos sie von ihm komplett über den Tisch gezogen und verarscht wird.
Was sie auch wunderbar beherrschr ist, den Präsidenten der eigentlich Verbündeten zu drohen und diese unangemessen zu ermahmen, USA, UK und Russland und sich es damit mit denen komplett zu verderben, nicht erkennend, welche negativen Auswirkungen dies in der Zukunft auf Deutschland haben wird. Merkel ist und bleibt die größte Pfeiffe, die Deutschland als Kanzlerin jemals hatte und hat bislang jedes Thema von Energie bis Griechenalnd komplett gegen die Wand gefahren. Und dafür bekam sie erst neulich die Ehrendoktorwürde, EINFACH LÄCHERLICH!!!
Ein Gerichtsverfahren ware hier dagegen indiziert, aber das traut sich am Ende wohl doch keiner.

Herr Old Harold

17.01.2017, 12:43 Uhr

Noch bevor sich Diktator Putin und Tölpel Trump Europa aufteilen, sollten wir den Atomwaffensperrvertrag wegen Wegfall der Vertragsgrundlage fristlos kündigen.

Die Ukraine hat die Hälfte ihres Staatsgebietes verloren, als sie den Sirenenklängen aus Moskau erlag, und ihre Atomwaffen brav an Rußland ablieferte.

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