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08.12.2015

20:20 Uhr

Russland unter Druck

Bei sinkendem Ölpreis muss Sparkurs verschärft werden

Der Ölpreis sinkt – und mit ihm die russischen Staatseinnahmen. Weil das Land stark vom Rohstoff-Export abhängig ist, nagt der Preisabsturz heftig am russischen Haushalt. Und ein Ende ist nicht in Sicht.

Goldman Sachs schließt nicht aus, dass der Ölpreis auf unter 20 Dollar fallen könnte. Das würde den russischen Staat zu noch drastischeren Kürzungen zwingen. dpa

Sorge vor sinkenden Preisen

Goldman Sachs schließt nicht aus, dass der Ölpreis auf unter 20 Dollar fallen könnte. Das würde den russischen Staat zu noch drastischeren Kürzungen zwingen.

LondonRussland muss nach den Worten des stellvertretenden Finanzministers Alexej Moisejew bei weiter fallenden Ölpreisen den Gürtel noch enger schnallen. „Sollte der Preis auf 20 Dollar absinken, sind wir zu weiteren Haushaltskürzungen gezwungen“, sagte Moisejew am Dienstag in London am Rande einer Investoren-Konferenz. „Wir dürfen nicht länger den Lebensstandard erwarten, an den wir uns gewöhnt haben, als der Ölpreis noch sehr hoch war.“ Zuvor war der Preis für Nordseeöl der Sorte Brent erstmals seit 2009 auf unter 40 Dollar je Barrel (159 Liter) gefallen, US-Öl WTI kostete weniger als 37 Dollar. Russlands Wirtschaft ist stark von Öl und Gas abhängig, den wichtigsten Exportgütern des Landes.

Moisejew machte keine genauen Angaben dazu, wo der Rotstift angesetzt werden soll, wenn die Einnahmen aus dem Ölgeschäft weiter wegbrechen. Für das kommende Jahr erwartet die Regierung ein Haushaltsdefizit von drei Prozent. Dabei wird von einem Ölpreis zwischen 40 und 50 Dollar je Barrel ausgegangen. Die Bank Goldman Sachs schließt indes nicht aus, dass der Preis auf unter 20 Dollar fallen könnte. Dann dürfte das Defizit höher ausfallen.

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rtr

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