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23.05.2017

07:50 Uhr

Russland-Verstrickung

Trump soll Geheimdienstler um positive Aussage gebeten haben

Während US-Präsident Trump im Nahen Osten weilt, bleibt die Russland-Affäre das Topthema. Laut einem Bericht hat er zwei Geheimdienstchefs um positive Aussagen gebeten. Sie sollen ihn von den Vorwürfen freisprechen.

Russland soll Einfluss auf die Wahl des neuen US-Präsidenten genommen haben. AP

Donald Trump

Russland soll Einfluss auf die Wahl des neuen US-Präsidenten genommen haben.

JerusalemBei seinem Besuch im Nahen Osten wird US-Präsident Donald Trump am (heutigen) Dienstag Palästinenserpräsident Mahmud Abbas im Westjordanland treffen. Thema wird dabei die mögliche Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern sein. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte sich am Montag mit Blick darauf zuversichtlich gezeigt. Trump könne den Friedensprozess eventuell wieder in Gang bringen, sagte er.

Doch Trumps Auftritte am Montag wurden von innenpolitischen Turbulenzen zur Russland-Affäre überschattet. Auch am Dienstag dürften die Diskussionen darüber weitergehen: Die „Washington Post“ hatte mit einem neuen Bericht zumindest unter Demokraten für Aufregung gesorgt. Die Zeitung hatte berichtet, dass Trump zwei hochrangige Geheimdienstmitarbeiter aufgefordert haben soll, öffentlich die mutmaßlichen Verbindungen zwischen Russland und Trumps Wahlkampfteam zurückzuweisen.

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Konkret meldete die „Washington Post“, Trump habe den NSA-Chef Michael Rogers sowie den Direktor der amerikanischen Geheimdienste, Daniel Coats, angesprochen. Laut Zeitung lehnten beide die Anfrage des Präsidenten ab und bezeichneten sie als unangemessen.

Der hochrangige US-Demokrat Adam Schiff sagte, dass sich Trump mutmaßlich in FBI-Ermittlungen einmische, sei ein „verstörender Vorwurf“. Er ist der höchste Demokrat im Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses.

Ex-FBI-Chef: Comey-Aussage verschoben

Ex-FBI-Chef

Comey-Aussage verschoben

Der von US-Präsident Donald Trump entlassene FBI-Chef James Comey wird noch nicht am Mittwoch vor einem Ausschuss des Repräsentantenhauses aussagen. Er werde zunächst mit Sonderermittler Robert Mueller sprechen.

Eine Aussage des gefeuerten FBI-Direktors James Comey vor dem Aufsichtsausschuss des US-Repräsentantenhauses wurde unterdessen verschoben. Der republikanische Vorsitzende Jason Chaffetz twitterte am Montag, dass Comey zunächst mit dem neuen Sonderermittler Robert Mueller sprechen wolle. Dieser war vergangene Woche vom US-Justizministerium ernannt worden, um die mögliche russische Einflussnahme auf die US-Wahl im vergangenen Jahr und mutmaßliche Verbindungen des Teams von US-Präsident Donald Trump nach Moskau zu untersuchen.

Chaffetz hat angefordert, dass das FBI alle Dokumente und Aufnahmen übergibt, die die Kommunikation zwischen Comey und dem Präsidenten festhalten. Chaffetz will feststellen, ob Trump versucht hat, die FBI-Ermittlungen zu dem früheren Sicherheitsberater Michael Flynn zu beeinflussen oder zu behindern. In diesem Zuge hatte er Comey auch zu der geplanten Anhörung am Mittwoch vor den Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses geladen.

Von

ap

Kommentare (2)

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Herr Wolf-Dieter Siebert

23.05.2017, 09:11 Uhr

Das Estabishment schlägt zurück?
Die Staatskrise in den USA scheinen nicht mehr kontrollierbare, übermächtige Geheimdienste dort zu sein. Schon bemerkenswert welche Plaudertaschen die in ihren Reihen haben. Obama hat seinen Geheimdiensten nichts (mehr) entgegen gesetzt, auch wenn sie ihn etwa mit der Abhörung von Merkels Handy arg in die Bredoullie gebracht haben. Na, und dem Trump, der glaubt die No. 1 im Lande zu sein, zeigt man halt mal wo der Hammer hängt. Spricht der doch glatt mit Russen! Die Wahlverlierer bei Demokraten helfen gut mit und die depürte Presse auch. Beachtlich hier der Eifer der deutschen Presse, als wärs unser Bier. Eine führende Weltnation, in der Geheimdienste und Bundespolizei das Ruder führen (dürfen) kann Angst machen.

Herr Franz Giegl

23.05.2017, 10:02 Uhr

hätte er sie etwa um eine negative Aussage bitten sollen? xD

Also ich hätte das gleiche getan als Präsident, und jeder andere wohl auch. Oder gibt es tatsächlich jemand, der um eine negative Aussage zu sich selbst gebeten hätte? xD

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