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14.11.2014

09:04 Uhr

„Russlands Verhalten ist inakzeptabel“

Briten drohen mit schärferen Sanktionen

Der britische Premierminister David Cameron kritisiert Russlands Verhalten in der Ukraine-Krise. Wenn Russland sich „positiv“ verhalte, könnten die Sanktionen aufgehoben werden – sie könnten aber auch verschärft werden.

Der britische Premierminister David Cameron hofft, dass „die Russen zu Verstand kommen“. AFP

Der britische Premierminister David Cameron hofft, dass „die Russen zu Verstand kommen“.

BrisbaneDer britische Premierminister David Cameron hat Russland wegen der anhaltenden Spannungen in der Ukraine mit einer Verschärfung der Sanktionen gedroht. Das Verhalten Russlands im umkämpften Osten der Ukraine sei inakzeptabel, erklärte Cameron am Freitag im australischen Canberra.

„Ich hoffe noch immer, dass die Russen zu Verstand kommen und einsehen, dass sie der Ukraine erlauben sollten, sich als unabhängiger und freier Staat zu entwickeln“, erklärte Cameron. „Wenn Russland eine positive Einstellung zur Freiheit und Verantwortung der Ukraine einnimmt, könnten die Sanktionen aufgehoben werden. Wenn Russland die Lage weiterhin verschlimmert, könnten die Sanktionen verschärft werden. So einfach ist das.“

Putin spricht...

über Krieg und Frieden

„Russland hat keine Absicht, Krieg gegen das ukrainische Volk zu führen.“
am 4.3. in einer Pressekonferenz

„Wenn ich will, kann ich in zwei Wochen Kiew einnehmen.“
am 01.09. in einem Telefonat mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, das dieser öffentlich machte. Die russische Seite erklärte im Anschluss, das Zitat sei aus dem Zusammenhang gerissen worden.

über Rüstung

„Die Militarisierung des Weltraums und die US-Stützpunkte in Europa und Alaska, direkt an unserer Grenze, nötigen uns zu einer Reaktion.“
am 10.09. in einer Pressekonferenz

über die Zukunft der Ostukraine

„Russland behält sich das Recht vor, alle vorhandenen Mittel zu nutzen, sollte es in östlichen Regionen der Ukraine zu Willkür kommen.“
am 4. 3. in einer Pressekonferenz

„Diese Gebiete (im Süden und Osten der Ukraine) waren als Neurussland historisch ein Teil des Russischen Reiches. Erst in den 1920er Jahren wurden die Territorien von den Bolschewiken der Ukraine gegeben. Gott weiß warum.“
am 17. 4. im russischen Staatsfernsehen

„Es müssen umgehend substanzielle inhaltliche Verhandlungen anfangen - nicht zu technischen Fragen, sondern zu Fragen der politischen Organisation der Gesellschaft und der Staatlichkeit im Südosten der Ukraine.“
am 31. 8. vor dem Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe

über die Führung der Ukraine

„In der Ukraine gibt es bislang keine legitime Macht, mehrere Staatsorgane werden von radikalen Elementen kontrolliert.“
am 18. 3. in der Rede an die Nation

„Sind sie da jetzt völlig verrückt geworden? Panzer, Schützenpanzerwagen und Kanonen! (...) Sind sie total bekloppt? Mehrfachraketenwerfer, Kampfjets im Tiefflug! (...) Sind sie dort jetzt völlig bescheuert geworden, oder was?
am 17. 4. im russischen Staatsfernsehen

über den Westen

„In der Ukraine überschritten die westlichen Partner die rote Linie, verhielten sich grob, verantwortungslos und unprofessionell.“
am 18.3. in der Rede an die Nation

„Die Vereinigten Staaten dürfen in Jugoslawien, Irak, Afghanistan und Libyen agieren, aber Russland soll es verwehrt sein, seine Interessen zu verteidigen.“
am 18.3. in der Rede an die Nation

über Russen im Ausland

„Nach dem Zerfall der Sowjetunion wurden die Russen zu einem der größten geteilten Völker der Welt. Millionen von Menschen gingen in einem Land ins Bett und erwachten in einem ganz anderen und wurden zur nationalen Minderheit.“
am 18.3. in der Rede an die Nation

„Ich glaube daran, dass die Europäer, vor allem aber die Deutschen, mich verstehen werden (...). Unser Land hatte das starke Bestreben der Deutschen nach Wiedervereinigung unterstützt. Ich bin sicher, dass sie das nicht vergessen haben und rechne damit, dass Bürger Deutschlands das Bestreben der russischen Welt, ihre Einheit wiederherzustellen, (...) ebenfalls unterstützen werden.“
am 18.3. in der Rede an die Nation

Die Ukraine warf Russland erst am Donnerstag vor, Soldaten und Waffen zur Unterstützung der pro-russischen Rebellen in den Osten des Landes zu entsenden.

Von

rtr

Kommentare (13)

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Herr C. Falk

14.11.2014, 09:22 Uhr

Wer die Strategie in Bezug auf Russland des Angelsachsenblocks verstehen will, sollte sich mit Willy Wimmer beschäftigen, der ein intimer Kenner der Materie ist.

Wimmer war Staatsminister im Verteidigungsministerium im Kabinett Kohl/Genscher

Herr Woifi Fischer

14.11.2014, 10:33 Uhr

Briten drohen mit schärferen Sanktionen?

Briten drohen der EU mit austritt (was ich für richtig halte) England soll gehen,
nun drohen sie wider Russland, hat sich in England eine droh Gesellschaft gebildet?

Wer immer nur droht, verliert seine Glaubwürdigkeit.

Herr Thomas Albers

14.11.2014, 10:38 Uhr

"Willy Wimmer"

Meinen Sie nicht, dass sich die Voraussetzungen seit den 90er Jahren irgendwie geändert haben könnten? Wenn Sie im Jahr 2014 Politik auf Basis der 90er machen ist das fast genauso, als ob man 1945 die Verhältnisse des Kaiserreichs zum Maßstab genommen hätte und Politik auf Grundlage der Äußerungen Kaiser Wilhelms gemacht hätte... das führt zu wenig sinnvollem.

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