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03.02.2015

10:29 Uhr

Sachartschenko verhöhnt Kiew

„Armselige Vertreter des jüdischen Volkes“

Mit antisemitischen Parolen hat der Separatistenführer Alexander Sachartschenko die Regierung in Kiew verhöhnt. Vorfahren der Ukrainer würden sich „im Grabe umdrehen, wenn sie sehen könnten, wer ihr Land führt“.

Sachartschenko kündigt an, im Zuge einer „Generalmobilmachung“ 100.000 weitere Kämpfer mobilisieren zu wollen, um sich der ukrainischen Armee entgegenzustellen. dpa

Sachartschenko kündigt an, im Zuge einer „Generalmobilmachung“ 100.000 weitere Kämpfer mobilisieren zu wollen, um sich der ukrainischen Armee entgegenzustellen.

DonezkDer ostukrainische Separatistenführer Alexander Sachartschenko hat die Regierung in Kiew mit offenkundig antisemitischen Parolen verhöhnt. Die proeuropäischen Politiker in Kiew seien „armselige Vertreter des großen jüdischen Volkes“, sagte der prorussische Regierungschef der selbsterklärten „Volksrepublik Donezk“ am Montag im russischen Fernsehsender Rossija 24.

„Ich kann mich nicht erinnern, dass Kosaken von Leuten geführt wurden, die niemals einen Säbel in den Händen gehalten haben.“ Die kriegerischen Vorfahren der Ukrainer würden sich „im Grabe umdrehen, wenn sie sehen könnten, wer ihr Land führt“.

Die Mauer zwischen Russland und der Ukraine

2300 Kilometer...

... lang soll die Mauer zwischen Russland und der Ukraine nach dem Willen der ukrainischen Führung werden. Damit möchte die Führung in Kiew verhindern, dass heimlich Waffen und Kämpfer zur Verstärkung der moskautreuen Separatisten in die Ex-Sowjetrepublik gelangen. Die Ukraine wirft Russland vor, die Aufständischen auszurüsten. Moskau weist dies zurück und kritisiert die geplante Mauer.

Rund 400 Kilometer...

...Grenze sind aber derzeit nicht in der Hand der ukrainischen Behörden. Dort haben die Aufständischen die Kontrolle. In diesen Gebieten soll den Plänen Kiews zufolge erst in einer zweiten Phase gebaut werden. In einer ersten Phase soll in den Gebieten mit dem Bau begonnen werden, die der ukrainische Grenzschutz kontrolliert: in Tschernigow, Sumy und Charkow sowie im Norden des Raums Lugansk.

Provisorische Befestigungen...

... sind an der Grenze zu der von Russland annektierten Schwarzmeerhalbinsel Krim geplant.

Herzstück des Mauerprojekts...

... sind ein Erdwall und ein mindestens vier Meter breiter und zwei Meter tiefer Graben. Ein fünf Meter breiter Sandstreifen soll Spuren von möglichen Grenzverletzungen zeigen. Alle 20 Kilometer ist ein Wachturm geplant.

Ein Zaun statt einer Mauer...

... ist für die weitgehend von den Aufständischen kontrollierten Gebiete Donezk und Lugansk. Alle 100 Meter sollen dort Kameras Grenzverstöße aufdecken helfen.

Rund 100 Millionen Euro...

... soll die Grenzbefestigung ersten Schätzungen zufolge kosten. Experten gehen von weitaus höheren Kosten aus. Der Bau soll in einem halben Jahr abgeschlossen sein.

Antisemitismus ist in der Ukraine weiter verbreitet – um politische Gegner zu verhöhnen, werden diese gerne als Juden bezeichnet. Sachartschenko äußerte sich an der Seite von Igor Plotnizki, dem Anführer der selbsterklärten „Volksrepublik Lugansk“.

Sachartschenko hatte zuvor angekündigt, im Zuge einer „Generalmobilmachung“ 100.000 weitere Kämpfer mobilisieren zu wollen, um sich der ukrainischen Armee entgegenzustellen.

In den vergangenen Tagen lieferten sich die Konfliktparteien in der Ostukraine erbitterte Kämpfe, Bemühungen um eine Waffenruhe blieben erfolglos.

Von

afp

Kommentare (10)

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Herr Kurt Küttel

03.02.2015, 11:08 Uhr

Vielleicht sollten die Amerikaner Kiew insoweit helfen, dass sie auf Sachartschenko einen Hellfire Angriff ausüben um diesen Terroristen zu liquidieren

Herr Vittorio Queri

03.02.2015, 11:15 Uhr

>> Mit antisemitischen Parolen hat der Separatistenführer Alexander Sachartschenko die Regierung in Kiew verhöhnt.>>

Was hat denn das mit Antisemitismus zu tun, wenn man eine blutrünstige Junta beim Namen nennt ?

Oder ist die Benennung des Wortes Juden schon antisemitisch ?

Übrigens wollen die Russen den Deutschen jetzt auch noch die Rechnung für Reparationskosten stellen : ca. 3 Bio. € werden es wohl werden.

Denn die Russen sehen es nicht mehr ein, dass Deutschland für die 6 Mio. ermordeter Juden Hunderte Milliarden € zahlt,

für die Vernichtung der 27 Mio. Russen und ihrer Städte sich jetzt auch noch zum Flagman der Sanktionierer gegen Russland aufgespielt hat.

Herr Walter Gerhartz

03.02.2015, 12:33 Uhr

Der wahre Übeltäter sitzt in den USA, heißt #Obama und bekommt von #Merkel auch noch die Stange gehalten. Wie es „Verschwörungstheoretiker“ schon immer wussten: - http://konjunktion.info/2015/02/ukraine-obama-gesteht-us-beteiligung-am-putsch-ein/ - https://fassadenkratzer.wordpress.com/2015/02/02/systematische-lugen-als-methode-der-politik-die-verdrehungen-im-ukraine-konflikt - https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=EzIiL2KiWIg - Der letzte Link ist Obamas Interview vom Sonntag bei CNN.

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