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23.08.2012

13:58 Uhr

Samaras

Austritts-Debatte „muss aufhören“

Antonis Samaras wirbt für einen Verbleib Griechenlands in der Eurozone. Das Land könne durch harte Arbeitet gerettet werden, doch dafür müsse das Gerede über ein Ausscheiden aus der Euro-Zone aufhören.

Der griechische Premierminister, Antonis Samaras. dapd

Der griechische Premierminister, Antonis Samaras.

ParisKurz vor seinen Gesprächen in Berlin und Paris hat der griechische Regierungschef Antonis Samaras nachdrücklich dazu aufgerufen, das Gerede über ein Ausscheiden seines Landes aus der Eurozone zu beenden. "Wie kann man privatisieren, wenn jeden Tag europäische Verantwortungsträger über 'ein potenzielles Ausscheiden Griechenlands aus der gemeinsamen Währung' spekulieren?", sagte Samaras der französischen Zeitung "Le Monde" vom Freitag. Er fügte hinzu: "Das muss aufhören."

Wenn Griechenland seine Reformen umsetze und "seinen Arbeit" tue, dann könne das Land gerettet werden, sagte Samaras weiter. Wenn Griechenland gerettet werde, dann zeige das wiederum, dass Europa stark und fähig sei, seine Probleme erfolgreich zu meistern. Dagegen sei ein Ausscheiden Griechenlands aus dem Euroraum "verheerend" für sein Land und "schädlich" für ganz Europa. Die dann folgenden sozialen Verwerfungen in Griechenland könnten "sehr ansteckend" auch für andere europäische Länder werden. Zusammen mit der Instabilität im Nahen Osten könnte dies ein "geopolitischer Alptraum" werden.

Samaras wiederholte, dass er auf einen Aufschub für sein Land bei den strengen Sparauflagen hoffe, um die in der Rezession steckende Wirtschaft wieder in Schwung bringen zu können. Der griechische Ministerpräsident trifft am Freitag Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin und am Samstag den französischen Präsidenten François Hollande in Paris. Frankreichs Staatschef spricht bereits am Donnerstagabend mit der Kanzlerin.

Von

afp

Kommentare (7)

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jordache

23.08.2012, 15:09 Uhr

Tja...wir sind mit dem Euro einfach erpressbar geworden! Das hat so auch keiner bei der Einführung vor 10 Jahren gesagt...

Account gelöscht!

23.08.2012, 15:12 Uhr

Es ist eine Unverfrorenheit, eine Beziehung zwischen den nicht erfolgten Privatisierungen und den Debatten über einen möglichen Austritt GR’s zu konstruieren.
Die Privatisierungen sind innerhalb GR’s nicht politisch durchsetzbar – die Opposition sowie die Gewerkschaften drohen schwerste Konsequenzen an für den Fall, dass es zu Privatisierungen käme.
Es gibt auch keine Investoren. Und auch das hat nichts mit den Austritts-Debatten zu tun. Es hat damit zu tun, dass ausländische Investoren in GR sehr schlecht behandelt werden. Sie warten monate- manchmal gar jahrelang auf Genehmigungen und müssen an vielen stellen Fakelaki bezahlen. Außerdem missbrauchen die Gewerkschaften ihre Macht. Es wird wegen jeder Kleinigkeit gestreikt, so dass es für den Unternehmer zu nicht kalkulierbaren Risiken kommt.
Die Drohung, es gäbe u.U. eine starke Ansteckungsgefahr und besonders im Zusammenhang mit der Situation im Nahen Osten bahne sich da ein „geopolitischer Albtraum“ an, zieht hoffentlich nicht mehr bei unseren Politikern. Denn ganz real befinden wir uns bereits inmitten eines finanzpolitischen und währungspolitischen Albtraums, und zwar bereits ganz ohne den Nahen Osten.

Account gelöscht!

23.08.2012, 20:26 Uhr

Der Druck und die Debatte muss verstärkt werden. Alternativlos wäre aber auch der Austritt Deutschlands aus der Fiat-Währung.

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