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31.10.2012

06:28 Uhr

„Sandy“ und der Wahlkampf

Die Stunde des Oberbefehlshabers

VonNils Rüdel

Seit der Monstersturm „Sandy“ die USA heimgesucht hat, ist Pause im Wahlkampf - zumindest offiziell. Während sich Präsident Obama als Krisenmanager präsentieren kann, sucht Herausforderer Romney noch nach seiner Rolle. 

US-Präsident Barack Obama bei einer Rede beim Roten Kreuz in Washington. AFP

US-Präsident Barack Obama bei einer Rede beim Roten Kreuz in Washington.

New YorkWenn es um Barack Obama geht, wird Chris Christie normalerweise zum Raubtier. „Für was zur Hölle bezahlen wir ihn eigentlich?“, gehörte noch zu den höflicheren Verwünschungen des schwergewichtigen Gouverneurs von New Jersey in Richtung des US-Präsidenten. Nicht zuletzt wegen seiner berüchtigten Poltereien war der Republikaner Christie Eröffnungs-Redner auf dem Parteitag der Republikaner im August. Er gilt als einer der wichtigsten Unterstützer von Obamas Herausforderer Mitt Romney.

Seit Wochenanfang jedoch ist im Wahlkampf nichts mehr so wie vorher. Am Montagabend war der Hurrikan „Sandy“ über die Ostküste hereingebrochen, kostete mindestens 30 Menschen das Leben und verwüstete ganze Landstriche – besonders in New Jersey. Und so war am Dienstag ein ganz anderer Chris Christie zu beobachten. „Der Präsident“, sagte er, „verdient große Anerkennung“.

Der Gouverneur, sichtlich geschockt von den Zerstörungen und geplagt von einer Grippe, lobte in gleich mehreren TV-Interviews das Krisenmanagement des demokratischen  Präsidenten. Obama und die Katastrophenschutzbehörde FEMA leisteten schnell und unbürokratisch Hilfe, der Präsident sei immer ansprechbar und habe ihm sogar seine Nummer gegeben. Die Leistungen Obamas nannte Christie wahlweise „wunderbar“, „exzellent“ oder „herausragend“.

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Im Zeichen der Katastrophe macht der zuletzt immer hysterischer und schmutziger gewordene Wahlkampf Pause. In den TV-Nachrichtensendern werden nicht wie noch vor Tagen stundenlang Umfrageergebnisse oder Zitate auseinandergenommen – es gibt nur ein einziges Thema: „Sandy“. Obama und Romney, die am kommenden Dienstag zur Wahl stehen, versuchen derweil peinlichst den Eindruck zu vermeiden, sie wollten aus der Krise Kapital schlagen.

Kommentare (9)

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31.10.2012, 10:03 Uhr

Tja wenn die Jahrhundertflut in Deutschland für Schröder gut war, dann kann Sandy für Obama nicht schlecht sein.

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31.10.2012, 10:28 Uhr

Obama hat die US-Infrakstruktur vernachlässigt. Die verfällt immer weiter unter seiner Führung. Überall Überland-Stromleitungen wie in Thailand. Die Trafos oben an den Masten gehen bei Frost kaputt, das Eis zerstört wie Stromleitungen überland.

Und jetzt gehen die Trafos in Flammen auf weil sie überschwämmt werden und zerstören ganze Stadtteile. DAS HÄTTE MAN VERMEIDEN MÜSSEN ! Und warum hat New York keinen Hochwasserschutz ? Warum die Eingänge zur Wallstreet (NYSE) und zu den U-Bahnschächten keine festen Wasser-Barrieren ? Warum New Jersey keine Deiche, jetzt ist überall meterhoher Sand.

Weil Obama sich nicht um die Infra-Struktur kümmert und jetzt spielt er den grossen "Krisen-Bewältiger".

Mitt Romney wird der bessere Präsident, der den US-Binnemarkt wieder belebt und die leidige Infrastruktur modernisieren wird. Zeit wird es !

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31.10.2012, 10:29 Uhr

Ich mache mir Sorgen um die USA wenn Obama noch 4 Jahre weiter regiert. Die aktuelle Umwälzung der Welt zu einer "new world order" bringt nur totalitäre Strukturen zu Stande und staatlich abhängige Bevölkerungs-Gruppen (Hartz4, Obama-care usw.). Mit der Freiheit verliert die Welt auch ihren inneren Antriebs-Motor und das ist auch die Schuld von Obama.

Ausserdem hat er das US-defizit von 10 auf 16 trillion-dollar erhöht. In nur 4 Jahren. Das hat auch kein anderer Präsident vor ihm "geschafft".

Mitt Romney wird der bessere Präsident, da bin ich mir sicher. Er wirkt vielleicht etwas "old school" - aber diesen gut bewährten berechenbaren Konservatismus brauchen wir dringend wieder. Die "sozialistischen Geldverschenker" a la Obama haben schon zuviel "Balancen ins Negative" verschoben.

(wohlgemerkt, "trillion-dollar" sind Billionen Dollar in Europa. Die Amerikaner kennen keine Milliarde, da kommt nach "million" gleich "billion" und dann "trillion")

Fazit: Kommunismus und Planwirtschaft ersticken die Initiative jedes Einzelnen. Alles kommt zum Erliegen. Keiner riskiert mehr etwas oder ergreift Initiative zu Veränderung ... WEIL JA SOWIESO ALLES VON OBEN VERORDNET WIRD. Das ist wie Sauerstoff abstellen und mit Narkosegas austauschen. Alles schläft bis zur Verblödung. Das ist das Rezept "Obama" - davon müssen wir wieder weg !

Wie sagen die Amerikaner ? "we are losing the edge !"

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