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02.11.2012

06:25 Uhr

„Sandy“ und die Wahl

Der Kampf geht weiter

VonNils Rüdel

Während weite Teile der US-Ostküste in Trümmern liegen und halb Manhattan im Dunkeln sitzt, drehen Obama und Romney den Wahlkampf wieder hoch. Der Monstersturm „Sandy“ hat das Rennen auf den Kopf gestellt.

US-Wahlkampf

New Yorks Bürgermeister: "Wählt Obama"

US-Wahlkampf: New Yorks Bürgermeister: "Wählt Obama"

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New YorkUS-Präsident Barack Obama landete mit seiner Air Force One am Donnerstagmorgen auf dem Flughafen von Green Bay, Wisconsin. Kaum war die imposante Maschine ausgerollt, joggte er winkend zu seinen wartenden Fans, die Rednerbühne war schon aufgebaut. Noch in Luftwaffen-Bomberjacke gekleidet, auf der gut sichtbar „Commander-in-chief“ prangte, holte Obama zu Attacken auf Gegner Mitt Romney aus.

So sieht eine elegante Überleitung aus. In den Tagen davor noch schien der Präsident über den Niederungen des Wahlkampfes zu stehen. Er hatte der Nation Mut zugesprochen im Angesicht des Monstersturms „Sandy“, hatte als Oberbefehlshaber die Katastrophenhilfe koordiniert und war mit New Jerseys Gouverneur Chris Christe – einem erklärten Unterstützer Romneys – durch verwüstete Straßen gestapft. Selbst poltische Gegner wie Christie oder der Gouverneur von Virginia, Bob McDonell, lobten Obama.

Während weite Teile der Ostküste noch in Trümmern liegen und halb Manhattan im Dunkeln sitzt, ist allerdings seit Donnerstag die Wahlkampf-Pause vorbei. Fünf Tage vor der denkbar knappen Abstimmung gilt es, keine Zeit mehr zu verlieren.  

Der Hurrikan, der am Montagabend die US-Küste heimsuchte, hat den Wahlkampf auf den Kopf gestellt. Bis zum Wochenende noch hatte sich Romney noch auf seinen Höhenflug verlassen können, der mit dem ersten TV-Duell Anfang Oktober eingesetzt hatte. Dann kam „Sandy“ – und der Kandidat musste sich vorübergehend mit seiner Rolle abfinden, eben nur Kandidat zu sein. Also ließ er für zwei Tage die Attacken auf Obama ruhen.

Welcher der Kandidaten nun durch den Sturm profitieren konnte, lässt sich schwer einschätzen. Angesichts der mehr als 80 Toten und der Schäden in Milliardenhöhe will ohnehin niemand diese Frage öffentlich stellen. Deshalb lautet das vorläufige politische Fazit der Naturkatastrophe: Das Rennen ist wieder ausgeglichen. Vielleicht werden die für den heutigen Freitag erwarteten Arbeitslosenzahlen die Umfragen erneut in die eine oder andere Richtung kippen.

Kommentare (13)

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Account gelöscht!

02.11.2012, 07:40 Uhr

Hätte die USA jetzt eine Armee könnte die dafür eingesetzt werden die Trümmer zu beseitigen und den Menschen zu helfen.

Account gelöscht!

02.11.2012, 08:00 Uhr

da verrecken irgendwo zigtausende in der dritten Welt, werden ganze Volkswirtschaften zerstört, und dem HB ist es nicht mehr als eine Randnotiz wert. Sind aber ein paar degenerierte Amis auch nur in Gefahr, geht die stereotype "Berichterstattung" in den Headlines schon seit Tagen. Ich kann gar nicht soviel essen, wie ich K..... möchte

Hermosa

02.11.2012, 08:01 Uhr

America needs a change!

Wie wir, benötigt die USA führende Politiker, die erfahren und geschult aus der Wirtschaft-und Finanzwelt ,die Krise professionell managen können. Jene, die die Spielregeln dieser unsichtbaren Macht beherrschen.

Vielen ist es nicht klar. Wir haben bereits eine ganz neue Art von "Krieg". Die Waffen sind die Mechanismen der Finanzwelt!

Von daher: Obama hat eine sympathische und gewinnende Persönlichkeit, aber für die "große Aufgabe" nicht der Richtige.

Primär benötigen Menschen Jobs - Einkommen - Stabilität!

Das lässt sich nicht mit einem "smarten Lächeln" und "cleveres Marketing"realisieren.

Germany needs a change, too!

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