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15.02.2013

01:28 Uhr

Sanierung

Portugal verkauft weiteres Tafelsilber

Bereits 2011 hat Portugal mit einem Privatisierungsprogramm begonnen, um seine Schulden abzubauen. Zur Sanierung der maroden Staatsfinanzen hat das angeschlagene Land jetzt weiteres Tafelsilber verkauft.

Die portugiesische Flagge. ap

Die portugiesische Flagge.

LissabonDas Euro-Krisenland trennte sich am Donnerstag von einem Anteil von 4,1 Prozent an Portugals Stromriesen EDP. Insgesamt habe man 356 Millionen Euro eingenommen, teilte die Staatsholding Parpública in Lissabon mit. Im Dezember 2011 hatte Portugal bereits für 2,7 Milliarden Euro 21,35 Prozent des EDP-Kapitals an China Three Gorges (CTG) abgegeben. Das war die größte Privatisierung in der Geschichte des Landes. Das chinesische Unternehmen wurde zum Hauptaktionär von EDP, der deutsche Eon-Konzern und zwei brasilianische Unternehmen zogen damals den Kürzeren.

EDP ist einer der größten Energieversorger Europas und auch im Bereich der erneuerbaren Energien führend. Im Ausland ist der Konzern unter anderem in den USA, Spanien, Brasilien, Belgien, Frankreich, Polen und Rumänien präsent. Mit rund 12 000 Mitarbeitern erzielte er 2011 bei einem Umsatz von 14,60 Milliarden Euro einen Gewinn vor Zinsen und Steuern von 2,27 Milliarden Euro.

Mit dem 2011 begonnenen Privatisierungsprogramm will Portugal die Auflagen der internationalen Geldgeber erfüllen und seine Schulden abbauen. Der Staat verkaufte bereits unter anderem für 592 Millionen Euro 40 Prozent des Kapitals des Energieversorgers REN sowie für 3,08 Milliarden 95 Prozent des Kapitals der Flughafenverwaltungsbehörde ANA. Zur Privatisierung stehen unter anderem auch die Staatspost CTT, die Airline TAP, Teile der Wasserbetriebe Aguas de Portugal sowie Schiffswerften im Norden des Landes an.

Von

dpa

Kommentare (5)

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Rechner

15.02.2013, 02:42 Uhr

Da sollte sich Griechenland 'mal ein Beispiel nehmen.

Arminius

15.02.2013, 07:09 Uhr

China und Teutonien anti porta!
- Oder die Wahl zwischen Pest und Cholera -
und Europa wurde versklavt.

Adam_Ries

15.02.2013, 07:27 Uhr

'' 2011 Gewinn vor Zinsen und Steuern von 2,27 Milliarden Euro. ''
und so was wird verramscht?

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