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24.03.2012

10:12 Uhr

Sanktionen gegen Iran

Westerwelle warnt vor Militärschlag-Debatte

Bundesaußenminister Guido Westerwelle hält die Diskussion über Militärschläge gegen den Iran für kontraproduktiv. Die Sanktionspolitik sei nur erfolgreich, wenn möglichst viele Staaten daran beteiligt sind.

Westerwelle verteidigte den Kampfeinsatz in Afghanistan. dpa

Westerwelle verteidigte den Kampfeinsatz in Afghanistan.

BerlinBundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) warnt vor einer Diskussion über Militärschläge gegen den Iran. „Die Sanktionspolitik wird nur erfolgreich sein, wenn sich möglichst viele Staaten daran beteiligen. Deswegen ist diese Debatte über militärische Szenarien kontraproduktiv“, sagte er dem „Focus“.

Dabei stellte er sich an die Seite Israels: „Das Existenzrecht und die Sicherheit Israels sind Staatsräson für Deutschland. Das gilt seit Jahrzehnten, das steht für sich und bedarf keiner Erläuterung.“ Vor allem in Israel wird immer wieder über eine Bombardierung iranischer Atomanlagen diskutiert. Dies könnte Gegenschläge des Irans auslösen. Die USA und die Europäer versuchen, den Iran mit Sanktionen zur Aufgabe insbesondere der Urananreicherung zu bewegen.

Westerwelle verteidigte den Kampfeinsatz in Afghanistan. „Um die Gefahr durch Terrorismus einzudämmen, sind wir mit Soldaten in Afghanistan - nicht zuerst zum Brunnenbohren und zum Straßenbau“, sagte er dem Münchener Nachrichtenmagazin. Deutschlands Verbündete hätten ihm versichert, dass es beim Abzug der Kampftruppen bis Ende 2014 bleibe. „Wir Deutsche werden nicht länger bleiben als unsere Verbündeten und keinen Tag länger, als die Afghanen es wünschen.“

Von

dpa

Kommentare (11)

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momo

24.03.2012, 10:24 Uhr

Wir Deutsche werden nicht länger bleiben als unsere Verbündeten und keinen Tag länger, als die Afghanen es wünschen.“

Sie haben sich nie gewünscht das einer von euch ihr land betrete

Account gelöscht!

24.03.2012, 10:42 Uhr

Der Iran ist auf diplomatischen Wege nicht mehr vom Atombombenkurs abzuhalten. 10 Jahre Hinhaltetaktik bei gleichzeitigem einbuddeln der Atomwaffenfabriken - Tschuldigung- Urananreicherungsanlagen, haben mehr alle internationalen Spitzendiplomaten verheizt.
Es gibt zum zerbomben der iranischen Atomanlagen keine Alternative, es sei denn man findet den Gedanken an eine iranische Atombombe als begrüßenswert und hält atomares Wettrüsten in einer Region ohne Vorwarnzeiten und rotes Telefon für eine gute Idee die Welt sicherer zu machen.
Die Tatsache das die USA und der Westen - zu Recht - Israel im Falle eines Angriff des Iran beistehen würden ist Bestandteil der israelischen Angriffsoption.

Account gelöscht!

24.03.2012, 10:52 Uhr

Dass Herr Westerwelle ein linker Politiker ist, ist ja spätestens seit Libyien kein Geheimnis. Sozialismus für marode Staaten, Bänker, Apotheker und Anwälte ist ja das Parteiprogramm. Da dies bekannt ist, hätte Herr Westerwelle, der zu einer bedeutungslosen politischen Gruppierung gehört, seine Äusserungen genauso gut unterlassen können. Die "Warnungen" von Herrn Westerwelle sind bedeutungslos. Niemanand wird darauf hören.

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