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30.05.2013

23:42 Uhr

Sanktionen gelockert

iPhones für einen „iranischen Frühling“

Iraner mussten bisher auf Apps, Smartphones und viele andere Technologien verzichten. Nun haben die USA entsprechende Sanktionen aufgehoben. Doch nicht ohne Hintergedanken.

Demonstration im Libanon: Neue Technologien spielen bei Protesten eine immer wichtigere Rolle. dpa

Demonstration im Libanon: Neue Technologien spielen bei Protesten eine immer wichtigere Rolle.

WashingtonDie USA haben die Sanktionen gegen den Iran im Bereich der Telekommunikation gelockert. US-Firmen dürften Mobiltelefone, Software und andere Technologien für den privaten Gebrauch wieder in dem Land verkaufen, teilte das US-Finanzministerium am Donnerstag mit.

Damit haben Iraner beispielsweise nun Zugriff auf das neueste iPhone von Apple. Viele Telefone oder Computerprogramme waren seit Einführung der Sanktionen vor gut zwanzig Jahren nur über den Schwarzmarkt erhältlich.

Zuletzt hatten die USA die Wirtschaftssanktion gegen den Iran deutlich verschärft. Der Westen wirft dem Iran vor, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms an Atombomben zu arbeiten, was dieser bestreitet.

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Der Hoffnungsträger der Liberalen im Iran, Ex-Präsident Rafsandschani, darf nicht bei der Präsidentenwahl antreten. Auch der Gefolgsmann von Amtsinhaber Ahmadinedschad darf nicht teilnehmen.

Die Lockerung der Sanktionen im Technologiebereich könnte im Zusammenhang mit der bevorstehenden Präsidentenwahl im Juni stehen. Da die iranische Regierung die Bürger des Landes zum Schweigen bringen wollte, indem sie Kommunikationswege abschnitt, wollten die Vereinigten Staaten den Iranern dabei helfen, ihr Recht auf freie Meinungsäußerung auszuüben, hieß es in der Mitteilung des US-Finanzministeriums.

Soziale Medien spielten bei den Protesten gegen die umstrittene Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad 2009 sowie beim arabischen Frühling 2011 eine entscheidende Rolle. Die USA setzten ebenfalls am Donnerstag iranische Behörden und Regierungsvertreter, die sie der Verletzung von Menschenrechten sowie der Zensur beschuldigen, auf eine schwarze Liste.

Von

rtr

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

31.05.2013, 01:10 Uhr

Nach dem Fall von Assad in Syrien werden die USA wohl in den Iran einmarschieren, um auch den Iranern das Öl zu stehlen. Zuvor versucht man es, wie immer, mit konventionellen Mitteln der Destabilisierung von Staaten. Entweder Marionettenregierung unter dem Deckmäntelchen der Demokratie-Lüge oder Krieg. Eines ist jedoch sicher. Das Öl gehört den Amerikanern, ob die Iraner das jetzt kapieren oder nicht. :-)

SlingShot

31.05.2013, 04:01 Uhr

es dreht sich nicht um Oel, sondern NUR um Israel! Der gesamte Krieg gegen den Terrorismus dreht sich NUR um Israel.
Wuerde Nordkorea Israel so intensiv bedrohen wie seine Nachbarn, waere Nordkorea schon ein Teil der Vergangenheit.

HappyDays

31.05.2013, 08:17 Uhr

Sieh der Realität mal ins Auge und spar dir solche überflüssigen, Anti-Amerikanischen Bemerkungen!!

Oder sehnst du dich eventuell nach einem Leben in einer islamisierten Chaos-Welt?

Ich nicht!! Das Christentum in der westlichen Welt muss bewart werden!! Deshalb stehe ich zu den Amerikanern!!

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