Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.02.2015

10:21 Uhr

Sara Netanjahu

Vorwürfe der „Pfandflaschenveruntreuung“

Es hagelt Kritik an Israels Ministerpräsident und seiner Frau, Benjamin und Sara Netanjahu: Sie soll Flaschenpfand veruntreut und Angestellte tyrannisiert haben, pro Monat vertrinke das Paar zudem ein Arbeitergehalt.

Zipi Livni (l.) von der Mitte-Links-Opposition warf Benjamin (r.) und Sara Netanjahu vor, sie hätten binnen zwei Jahren umgerechnet rund 22.700 Euro für Alkohol ausgegeben. dpa

Zipi Livni (l.) von der Mitte-Links-Opposition warf Benjamin (r.) und Sara Netanjahu vor, sie hätten binnen zwei Jahren umgerechnet rund 22.700 Euro für Alkohol ausgegeben.

JerusalemIsraels First Lady, Sara Netanjahu, muss sich gegen immer neue Vorwürfe verteidigen, sie sei raffgierig und führe einen verschwenderischen Lebensstil. Der Rechtsanwalt der Familie Netanjahu wies am Sonntag Berichte zurück, die Frau des Ministerpräsidenten habe jahrelang Tausende von Schekel für Flaschenpfand in die eigene Tasche gesteckt.

Das Geld habe eigentlich dem Staat zugestanden, hieß es in den Berichten. Netanjahus Anwalt sagte dem israelischen Rundfunk, es sei der Fahrer der Familie gewesen, der das Geld für eine „kleine Kasse“ gesammelt habe. Diese sei den Angestellten im Amtssitz von Netanjahu zugutegekommen.

Zipi Livni von der Mitte-Links-Opposition warf Benjamin und Sara Netanjahu indes am Samstag vor, sie hätten binnen zwei Jahren 100.000 Schekel (umgerechnet rund 22.700 Euro) für Alkohol ausgegeben. Das Geld, das Netanjahu monatlich vertrinke, entspreche dem Durchschnittsgehalt eines Arbeiters in Israel, sagte Livni.

Israel: Ex-Minister wirft Regierung Korruption vor

Israel

Ex-Minister wirft Regierung Korruption vor

Wegen Streitigkeiten wurde der frühere israelische Finanzminister Jair Lapid aus dem Kabinett geworfen. Nun erhebt er schwere Vorwürfe gegen die Regierung: Sie soll im großen Stil Stimmen gekauft haben.

Israels Generalstaatsanwalt Jehuda Weinstein muss nun entscheiden, ob er angesichts der Vorwürfe eine Untersuchung einleitet. Netanjahu streitet alle Anschuldigungen mit dem Argument ab, seine Gegner wollten ihn so bei den Parlamentswahlen am 17. März „stürzen“.

Im vergangenen Monat musste er seine Frau bereits gegen Vorwürfe von Ex-Angestellten in Schutz nehmen. Diese beschuldigen die First Lady, sie mit Wutausbrüchen und übertriebenen Wünschen tyrannisiert zu haben – besonders unter Alkoholeinfluss.

Von

dpa

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Josef Hirsepp

02.02.2015, 17:07 Uhr

no kidding!
aber das (er)klaert Vieles @ Taten, Gebaerden & Ansprachen und Body Laguage!

Herr Holger Klekar

02.02.2015, 20:21 Uhr

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Die-aeusserst-hitzige-Sara-Netanyahu/story/19865348?track

Herr Holger Klekar

02.02.2015, 20:24 Uhr

Paßt doch. Super Ehepaar. Der Mann beauftragt und genehmigt Landdiebstahl, Morde, Staats-Terror, Folter, ... Krieg - nicht Krieg. Abschlachten von wehrlosen Frauen und Kindern in GAZA. Und Merkel nickt alles ab.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×