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06.12.2016

14:48 Uhr

Saudi-Arabien

15 Männer wegen Spionage für Iran zum Tode verurteilt

In Saudi-Arabien sind 15 Angeklagte wegen angeblicher Spionage für den Iran zum Tode verurteilt worden. Sie sollen Militärinformationen an den Erzrivalen verraten haben. Weitere Beschuldigte erhielten Haftstrafen.

Das sunnitische Königreich Saudi-Arabien und der schiitische Iran sind Feinde in der Region. dpa

Dubai

Das sunnitische Königreich Saudi-Arabien und der schiitische Iran sind Feinde in der Region.

RiadWegen angeblicher Spionage für den Iran hat ein Gericht in der saudischen Hauptstadt Riad 15 Angeklagte zum Tode verurteilt. 15 weitere Beschuldigte erhielten Haftstrafen, zwei wurden freigesprochen, wie das Gericht am Dienstag erklärte. Den Angeklagten wurde unter anderem vorgeworfen, mit Irans Hilfe eine Geheimzelle gebildet und Militärinformationen an Teheran weitergegeben zu haben.

Damit hätten sie die nationale Sicherheit gefährdet, hieß es weiter. Einige Angeklagte sollten sich auch mit Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei getroffen haben. Bei den Angeklagten handelte es sich um 30 Saudis, einen Iraner und einen Afghanen. Die verhängten Haftstrafen liegen zwischen 6 und 25 Jahren.

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Das sunnitische Königreich Saudi-Arabien und der schiitische Iran sind Erzrivalen in der Region. Anfang des Jahres hatte Saudi-Arabien den prominenten schiitischen Geistlichen Scheich Nimr al-Nimr hinrichten lassen. Eine aufgebrachte Menge stürmte danach in der iranischen Hauptstadt Teheran die saudische Botschaft.

Nach Schätzungen sind zwischen 10 und 15 Prozent der saudischen Bevölkerung Schiiten. Sie leben vor allem im Osten des ölreichen Landes, wo es in der Vergangenheit immer wieder zu Protesten kam. Viele schiitische Saudis fühlen sich diskriminiert.

Von

dpa

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