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28.02.2011

12:04 Uhr

Saudi-Arabien

Ministerium glaubt nicht an Öl-Engpässe

Das Wirtschaftsministerium sieht keine Hinweise auf eine sich ausbreitende Revolte in Saudi-Arabien, Anzeichen für einen Lieferengpass gebe es nicht. Warum die EU-Kommission an eine Entspannung des Ölpreises glaubt.

Experten glauben nicht an einen Engpass bei der Ölförderung aus Saudi-Arabien. Quelle: dpa

Experten glauben nicht an einen Engpass bei der Ölförderung aus Saudi-Arabien.

BrüsselAuf dem angespannten Ölmarkt erwartet das Bundeswirtschaftsministerium derzeit keinen Engpass bei Lieferungen aus dem wichtigsten OPEC-Land Saudi-Arabien. „Ich komme gerade aus Riad und ich habe keine Anzeichen erkennen können, dass da eine Revolte bevorsteht“, sagte Wirtschafts-Staatssekretär Jochen Homann am Montag beim Treffen der EU-Energieminister in Brüssel.

Saudi-Arabien hat seine Ölförderung bereits hochgefahren, um Angebotsausfälle in Libyen auszugleichen. Sollten die Unruhen auf das ölreiche Königreich übergreifen, könnte der Ölpreis nach Ansicht von Experten Rekordhöhen erreichen.

Die gestiegenen Benzinpreise sind nach Ansicht Homanns nicht allein eine Folge der Lage in Libyen. Das Land habe lediglich einen Anteil an der Rohölversorgung Deutschlands von 7,8 Prozent. „Das hat sicherlich keine Auswirkungen auf die verfügbaren Mengen.“ Ursachen für den Preisanstieg seien auch das Anziehen der Weltkonjunktur sowie der Euro-Dollar-Kurs. Langfristig setze die Bundesregierung auf erneuerbare Energien, um sich von Öl und Gas unabhängig zu machen, betonte Homann.

Die EU-Minister besprachen bei ihrem Treffen in Brüssel unter anderem die Preisentwicklung beim Öl. Trotz Libyen-Krise rechnet die EU-Kommission damit, dass sich die derzeit hektisch ausschlagenden Ölpreise in Kürze wieder entspannen. „Entscheidend ist, dass wir keine Versorgungsengpässe haben“, hatte EU-Energiekommissar Günther Oettinger am Freitag in Berlin gesagt. Das libysche Öl habe mit zehn Prozent einen eher geringen Anteil an den europäischen Ölimporten.

Von

dpa

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