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19.02.2011

13:35 Uhr

Saudi-Arabien

Schiiten gehen auf die Straße

Nun erreicht die arabische Protestwelle auch Saudi-Arabien. In dem sunnitisch geprägten Land protestierten Angehörige der schiitischen Minderheit gegen die Inhaftierung von Glaubensbrüdern.

Als Wüstenstaat und Öllieferant ist Saudi-Arabien bekannt. Doch auch hier trog offenbar die Ruhe. Quelle: dpa

Als Wüstenstaat und Öllieferant ist Saudi-Arabien bekannt. Doch auch hier trog offenbar die Ruhe.

Riad Aus schiitischen Kreisen stammt die Information, dass im ölreichen Osten des Königreichs Menschen auf die Straße gegangen seien. Sie wollten dagegen demonstrieren, dass Schiiten ohne Prozess eingesperrt wurden. Um die Behörden nicht zu provozieren, hätten die Demonstranten bei ihrer Aktion keine Parolen gerufen und auch auf Spruchbänder verzichtet. Die Proteste in der an Bahrain grenzenden Region fanden am Donnerstag statt, wurden aber erst am Samstag bekannt.

In Saudi-Arabien ist eine besonders strenge Auslegung des wahhabischen Islam vorherrschend. Die Schiiten räumen ein, dass sich ihre Lage unter König Abdullah verbessert hat. Sie beklagen allerdings. dass ihnen der Zugang zu höheren Stellen im Staatsdienst verwehrt ist, was die Regierung bestreitet. Proteste gegen die Regierungen wurden am Samstag auch aus Oman und Djibouti am Horn von Afrika bekannt. In Djibouti unterhalten die USA ihren einzigen Militärstützpunkt in Afrika.

Von

rtr

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