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06.01.2005

16:28 Uhr

Saudi-arabisches Herrscherhaus spendet 30 Millionen Dollar

Schwaches arabisches Spendenaufkommen für Asien

Um die bislang eher mäßige arabische Hilfsbereitschaft für die Opfer der Flutkatastrophe in Asien anzukurbeln, hat das saudi-arabische Staatsfernsehen am Donnerstag einen großen Fernseh-Spendenmarathon gestartet.

HB RIAD/KAIRO. An der Sammelaktion beteiligten sich auch mehrere islamische Religionsführer des Königreichs. Diese betonten, es sei die Pflicht jedes guten Muslims, Not leidenden Menschen zu helfen. In einem Stadion in der Hauptstadt Riad wurden auch Bargeld und Sachspenden entgegengenommen. Ein Saudi spendete ein Auto.

Zeitungskommentatoren in einigen reichen Öl-Monarchien hatten sich zuvor über das schwache arabische Spendenaufkommen beklagt. Es sei beschämend, wie wenig Geld in den arabischen Staaten bisher für die Menschen im Katastrophengebiet gesammelt worden sei, verglichen zum Beispiel mit früheren großen Spendenaktionen für Kämpfer in Afghanistan, schrieb die saudi-arabische Zeitung „ArabNews“ am Donnerstag. Auch kritisierte das Blatt diejenigen Golfaraber, die in der Flutkatastrophe eine „Strafe Gottes“ sähen.

Das saudi-arabische Herrscherhaus hatte seine Hilfszusage für die Tsunami-Opfer am Mittwoch von 10 Millionen Dollar auf 30 Millionen Dollar (22,7 Mio Euro) erhöht. Die Veröffentlichung der Namen von Spendern wird von manchen Muslimen abgelehnt, die es falsch finden, sich mit der eigenen Großzügigkeit zu brüsten.

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